„Reiten ohne Zäumung?“ – zu diesem Thema sprach Ina Mravlag, Übungsleiterin aus dem Landkreis Freising, vor rund 40 Reitern und Gespannfahrern in Sugenheim. Organisiert hatte den Abend Eugen Reifenscheid aus Mainbernheim, Vorsitzender des Haflinger Vereins Aischgrund.

Ina Mravlag war mit viel Gepäck angereist, wie es im Presseschreiben heißt. Sie hatte rund 35 verschiedene Zäumungen und Trensen mitgebracht, um die Wirkweise dieser reiterlichen Hilfsmittel näher zu bringen. Anhand von Bildern demonstrierte sie die verschiedenen Wirkweisen des Metalls im Pferdemaul. Ihr Credo: Jedes Gebiss wirkt nur so scharf, wie die Hand, die es führt. Die Übungsleiterin vertrat die These, dass gerade bei einem jungen Pferd ein Gebiss erst später ins Maul eingelegt werden sollte. Die Frage, ob ein Pferd mit einer Trense gebremst werden könne, konnte nur mit einem „Jein“ beantwortet werden. Jede Zäumung, egal ob mit oder ohne Metall, sei ein wichtiges Kommunikationsmittel zwischen Pferd und Reiter oder dem Fahrer.

Großes Augenmerk legte Mravlag auf die stete Überprüfung gerade der metallenen Gebisse, denn scharfe Kanten seien fatal und deshalb unbedingt zu vermeiden. Wichtig für das Pferd sei ein Reiten oder Fahren ohne Anspannung, deshalb seien auch so genannte „Abkauübungen“ wichtig. Dem Vortrag schloss sich eine rege Fragerunde an, die laut Pressemeldung zeigte, dass das Thema auf großes Interesse stößt.