KITZINGEN

Realität schlug Vorstellung

Betretene Gesichter waren bei den Zuschauern des Films „Fremd“ von Miriam Faßbender, den die Landtagsfraktion sowie der Kreisverband von Bündnis90/Die Grünen im Richthofen-Circle präsentierten, zu sehen.
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Betretene Gesichter waren bei den Zuschauern des Films „Fremd“ von Miriam Faßbender, den die Landtagsfraktion sowie der Kreisverband von Bündnis90/Die Grünen im Richthofen-Circle präsentierten, zu sehen.

Dass die Flucht von Afrika nach Europa kein Kinderspiel ist, war wohl jedem der Anwesenden klar, heißt es in einer Pressemitteilung. Die im Film gezeigte Realität übertraf die Vorstellungen dann noch. Der Film zeige die Realität einer Flucht von Afrika nach Europa, so die Mitteilung weiter. Eine Flucht dauere häufig mehrere Jahre und sei für die Flüchtenden mit viel Leid verbunden. Oft würden sie erwischt und starteten einen neuen Versucht. Nicht zuletzt weil sie von Seiten der Familie, die sie von Europa aus finanziell unterstützen sollen, unter Druck stünden. Gelänge ihnen die Flucht nicht, würden sie oft zu Außenseitern im eigenen Land.

Regisseurin Miriam Faßbender stand dem Publikum im Anschluss an die Filmvorführung Rede und Antwort. Sie gab Auskunft, wie sich die Dreharbeiten gestalteten. So musste der Dreh immer wieder unterbrochen werden, weil die Belastungen für die Crew zu hoch waren. Zu den beiden Protagonisten des Films hat Faßbender noch Kontakt. Einer hat es nach Europa geschafft. Der andere musste mehrere Fluchtversuche abbrechen und lebt weiterhin in Mali.

Das Buch zum Film von Miriam Faßbender trägt den Titel „2850 Kilometer. Mohamed, Jerry und Ich unterwegs in Afrika – Tagebuch einer Flucht“ (Westend Verlag, 320 Seiten, 16,99 Euro) und ist im Fachhandel erhältlich.

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