Martinsheim

Rat lehnte Bebauungsplan für Innenbereich der Dorfgebiete ab

Mit den Vor- und Nachteilen der Ausweisung eines Bebauungsplans für den Innenbereich ihrer Dorfgebiete beschäftigten sich die Mitglieder des Martinsheimer Gemeinderats in ihrer jüngsten Sitzung.Diese Anregung war vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Marktbreit vorgeschlagen worden, um die Bebauung in den Ortsteilen steuern zu können. Das Ratsgremium war sich zwar einig,dass ein solches Werkzeug sinnvoll sei, um gestalterisch eingreifen zu können. Trotzdem entschieden sich die Gemeinderäte einstimmig dagegen, weil sie den damit verbundenen Zeit- und Kostenaufwand sowie eine Veränderungssperre für die vier Ortsteile für übertrieben ansahen.
Artikel drucken Artikel einbetten

Mit den Vor- und Nachteilen der Ausweisung eines Bebauungsplans für den Innenbereich ihrer Dorfgebiete beschäftigten sich die Mitglieder des Martinsheimer Gemeinderats in ihrer jüngsten Sitzung. Diese Anregung war vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Marktbreit vorgeschlagen worden, um die Bebauung in den Ortsteilen steuern zu können. Das Ratsgremium war sich zwar einig, dass ein solches Werkzeug sinnvoll sei, um gestalterisch eingreifen zu können. Trotzdem entschieden sich die Gemeinderäte einstimmig dagegen, weil sie den damit verbundenen Zeit- und Kostenaufwand sowie eine Veränderungssperre für die vier Ortsteile für übertrieben ansahen.

Man solle die Leute nicht einschränken, sondern eher Anreize schaffen, damit jemand in den Ort kommt, so die einhellige Meinung. Gemeinderat Ulrich Falk verwies in diesem Zusammenhang auch auf das Leerstandsmanagement in den Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepten  (ILEK Südost 7/22). In diesem Zusammenhang solle, seiner Ansicht nach, eine Gestaltungssatzung erarbeitet und Fördermöglichkeiten angeboten werden.

Dienstbarkeit eingetragen

Sowohl für die Kulturscheune, als auch für die Bauhofscheune in Gnötzheim wird eine Dienstbarkeit mit den Energiefreunden Martinsheim ins Grundbuch eingetragen. Dies sei für die Errichtung und Nutzung der Solaranlagen nötig. Sie solle nur für die Dauer des Vertrages mit den Energiefreunden eingetragen bleiben, entschieden die Gemeinderäte einstimmig.

Wegen der Sanierung der Kreisstraße in Gnötzheim kommt es Ende August zu Behinderungen, informierte Bürgermeister Rainer Ott seine Kollegen im Rat. Die Ortsdurchfahrt ist von der Ortsmitte in Richtung Herrnberchtheim bis zur Gemarkungsgrenze vom 19. August bis zum 21. August nur für Anwohner befahrbar. Vom 22. August bis 24. August ist die Straße in diesem Bereich komplett gesperrt. Außerdem gibt es am 28. August eine Vollsperrung der Bahnbrücke in Gnötzheim zu beachten, informierte das Gemeindeoberhaupt. 

Teilabbruch genehmigt

Teilabbruch und Umbau einer Scheune zu einem Einfamilienhaus und der Umbau eines Nebengebäudes in Martinsheim wurden von den Ratsmitgliedern genehmigt. Für die Trassenverlegung zum Solarpark Seinsheim genehmigten sie einen Durchführungsvertrag für die Nutzung eines Gemeindeweges der Gemeinde Martinsheim. Der Solarpark entsteht zwischen der Autobahn A7 und der Bahnlinie nahe Winkelhof.

Im Durchführungsvertrag für die Photovoltaikanlage "Kuhwasen" bei Unterickelsheim werde die maximale Leistung von 750 Kilowatt Peak auf 1126 Kilowatt Peak erhöht, hieß es in einer Mitteilung. Dies sei durch Vorgaben des EEG nötig. Durch die Verwendung besserer Module als ursprünglich geplant, solle sich die Größe der Anlage kaum verändern, versicherten die Antragsteller.

Einen Zuschuss von 1000 Euro erhält die Kirchengemeinde für die erfolgte Holzwurmbekämpfung in der Kirche Martinsheim. Die Gesamtkosten betrugen laut Angaben von Pfarrer Uwe Stradtner 39 600 Euro, die Landeskirche übernahm 14 000 Euro. Der Gemeinderat tagt voraussichtlich wieder am 2. September.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren