Seinsheim

Rat findet Lösung für einen Bauantrag

Bauanträge behandelt der Marktgemeinderat Seinsheim meist kurz, auch beantragten Befreiungen steht das Gremium aufgeschlossen gegenüber. Beim Bauantrag für ein Wohnhaus "An der Leite" in Wässerndorf bedurfte es allerdings 30 Minuten der Diskussion, dann stand aber eine Lösung fest.
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Bauanträge behandelt der Marktgemeinderat Seinsheim meist kurz, auch beantragten Befreiungen steht das Gremium aufgeschlossen gegenüber. Beim Bauantrag für ein Wohnhaus "An der Leite" in Wässerndorf bedurfte es allerdings 30 Minuten der Diskussion, dann stand aber eine Lösung fest.

Bei dem Bauantrag geht es um ein Wohnhaus mit angebauter Garage. Das Wohnhaus ist allerdings mit einem Pultdach geplant, die Garage mit Flachdach. Festgesetzt im Bebauungsplan ist aber ein Satteldach. Zudem wird die Wandhöhe überschritten, Dachneigung, Dacheindeckung und Putzfarbe wichen ebenso ab. Die Bauwerberin sprach von einem altersgerechten Bau, in dem es keine Treppen gebe. Auf das Pultdach soll dann später eine Photovoltaikanlage installiert werden. Ausführlich diskutierte der Gemeinderat über Möglichkeiten, die ein Einverständnis möglich machen. Und sie wurde gefunden. Auch über die Garage soll ein Dach, sodass quasi eine Art Satteldach entsteht. Einverständnis gab es zu zwei weiteren Bauanträgen: zum Anbau und zur Aufstockung eines Wohnhauses in Seinsheim und zu einer Dach-Photovoltaikanlage auf einem Neubau im Bereich der Kirche.

Die weiteren Themen im Gemeinderat:

Der Gemeinderat stimmte der Anschaffung eines EDV-Betriebstagebuchs für die Kläranlage zu. Das Programm wird für 1500 Euro plus Steuer von einem Anbieter aus Uffenheim gekauft. Das Gremium bestätigte zudem die gewählten Kommandanten der Feuerwehr Seinsheim: Stefan Düll und seinen Stellvertreter Martin Dorsch.

Der Kindergarten wünscht sich eine Kommode mit vielen Schubladen zur Aufbewahrung der Bilder der Kleinen. Das löste längere Diskussionsbeiträge im Gremium aus. Zum einen gab es die Meinung, dass dies der Elternbeirat finanzieren könnte. Zum anderen wurde hinterfragt, ob es denn genügend Platz für so ein Möbelstück gibt. Diese Fragen will das Gremium erst geklärt wissen.

Da 2018 der Wasserverlust der Gemeinde bei 22 Prozent lag, wird die Gemeinde an einer kompletten Leitungsuntersuchung nicht vorbeikommen. Probleme anderer Art gibt es beim Leichenhaus in Tiefenstockheim. Hier fliegen Vögel gegen die Glasscheibe, weswegen auf diese nun schwarze Kreuze  geklebt werden sollen.

Neue Schaukeln für Spielplätze werden teuer. Nicht nur wegen der Schaukel, sondern wegen des Untergrunds. Bürgermeister Heinz Dorsch informierte, dass bis zu einer Tiefe von 40 Zentimeter mit Kies als Fallschutz aufgefüllt werden müsse. 31,50 Euro kostet laut Dorsch die Tonne. "Wir brauchen 75 Tonnen", sagte er und ärgerte sich: "Es kommen ständig neue Vorschriften." Doch Dorsch konnte auch Erfreuliches verkünden: Für den Breitbandausbau ist die Förderung in Höhe von 84 310 Euro da.

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