SULZFELD

Räte beeindruckt vom Langenfelder Konzept

Ein Mehrgenerationenhaus ist schon seit geraumer Zeit ein Thema im Sulzfelder Gemeinderat und auch das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) sieht so eine Einrichtung als wünschenswertes Teil der Infrastruktur in der Maustal-Gemeinde vor. Jetzt haben die Sulzfelder Räte die Dorflinde im mittelfränkischen Langenfeld besichtigt. Die Dorflinde ist ein umgebautes Anwesen mit angegliedertem Neubau, das vielerlei Funktionen erfüllt. Und die Konzeption hinterließ bei den Sulzfelder Gästen Eindruck, wie sich in der Sitzung des Rates zeigte.
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Ein Mehrgenerationenhaus ist schon seit geraumer Zeit ein Thema im Sulzfelder Gemeinderat und auch das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) sieht so eine Einrichtung als wünschenswertes Teil der Infrastruktur in der Maustal-Gemeinde vor. Jetzt haben die Sulzfelder Räte die Dorflinde im mittelfränkischen Langenfeld besichtigt. Die Dorflinde ist ein umgebautes Anwesen mit angegliedertem Neubau, das vielerlei Funktionen erfüllt. Und die Konzeption hinterließ bei den Sulzfelder Gästen Eindruck, wie sich in der Sitzung des Rates zeigte.

Dem Langenfelder Bürgermeister Reinhard Streng zufolge, verfolgt die Dorflinde folgende Ziele: Unterstützung ehrenamtlichen Engagements, Platz für kulturelle Veranstaltungen, Anlaufstelle für Beratung und Vermittlung, Förderung bestehender Nachbarschaftshilfen, Pflege und Erweiterung von haushaltsnahen Dienstleistungen, Vernetzung gewerblicher und ehrenamtlicher Dienstleister, Aufbau einer Tagespflege und Verwirklichung von barrierefreien Wohnen im Umfeld. Das Projekt ist mit viel Leben gefüllt, bietet ein „öffentliches Wohnzimmer“ als Tagescafe, ein Büro mit einer Halbtagskraft als Anlaufstelle für alle Belange, einen Informations- und Vermittlungs-Service, haushaltsnahe Dienstleistungen, Förderung und Betreuung von Kindern, einen täglichen Mittagstisch, einen Veranstaltungsraum, eine Bücherei und obendrein einen Kleinbus für Fahrdienste und Ausflüge.

Dazu haben die Langendfelder bei nur 1000 Einwohnern auch einen kommunalen Dorfladen, sowie Dinge der Grundversorgung wie einen Allgemeinarzt, eine Bäckerei und Metzgerei, einen Getränkemarkt, eine Dorfwirtshaus und Gewerbebetriebe. Damit ist das kleine Dorf gut aufgestellt und für die Zukunft gerüstet. „Das ist eine Einrichtung, die viele Bedürfnisse der Bevölkerung abdeckt“, erkannte Sulzfelds Bürgermeister Gerhard Schenkel. Das Beispiel Langenfeld hinterließ Eindruck bei den Sulzfelder Ratsmitgliedern und gab Denkanstöße für Bestrebungen der Gemeinde. Gerhard Schenkel könnte sich ein Mehrgenerationenhaus im Alten Kindergarten vorstellen.

Aber für eine Realisierung eines solchen Vorhabens müsste – wie im Paradefall Langenfeld – die gesamte Gemeinde dahinterstehen, wie Schenkel betont. Vor dem Hintergrund niedriger Zinsen und einer guten Zuschuss-Situation stünden die Zeichen nicht schlecht. Zuerst gelte es aber, eine Grundsatzdiskussion im Gemeinderat zu führen und die Bereitschaft auszuloten, ob Sulzfeld ein derartiges oder ähnliches Projekt anpacken soll.

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