KITZINGEN

Purzelbäume über Scherben

Über die Kitzinger Mainwiesen ertönt fröhliches Kinderlachen. Der Zirkus ist wieder in der Stadt. Mit ihrem Kitzinger Ferienpass konnten 31 kleine Nachwuchsartisten von Mittwoch bis Freitag Zirkusluft schnuppern und Tricks einstudieren. Freitagnachmittag war es dann endlich so weit: Die Kinder zeigten vor großem Publikum ihre neuen Kunststücke.
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Generalprobe: Die kleinen Nachwuchsartisten proben ein letztes Mal für die große Zirkusaufführung der Kitzinger Ferienpassaktion. Foto: Foto: Sophia Lother

Über die Kitzinger Mainwiesen ertönt fröhliches Kinderlachen. Der Zirkus ist wieder in der Stadt. Mit ihrem Kitzinger Ferienpass konnten 31 kleine Nachwuchsartisten von Mittwoch bis Freitag Zirkusluft schnuppern und Tricks einstudieren. Freitagnachmittag war es dann endlich so weit: Die Kinder zeigten vor großem Publikum ihre neuen Kunststücke.

Marit hatte bereits im vergangenen Jahr die bunte Zirkusvorstellung besucht. Als sie sah, wie ihre Freundin Fiona auftrat, war es um sie geschehen: „Das war so toll und lustig, da wollte ich auch unbedingt mitmachen“, sagt die Siebenjährige mit leuchtenden Augen. Die Freunde Ben und Leon zog es aus einem ähnlichen Grund zum Zirkus. „Da kann man so viele Sachen machen, die echt spektakulär aussehen und Spaß machen“, erklärt der elfjährige Ben.

Die beiden treten als Fakire auf und trauen sich sogar, Purzelbäume über Scherben zu machen. Da muss man zwar „echt konzentriert sein“, wie Leon erklärt, aber weh täte es eigentlich nicht. So mutig sind eben nur echte Fakire beim Ferienpass-Zirkus.

Verborgene Talente entdecken

Direkt neben den spannenden Darbietungen der zwei Freunde turnen drei Mädchen auf einem Stahlseil. Flink tänzeln sie über das knapp 50 Zentimeter über der Erde gespannte Seil, als hätten sie noch nie etwas anderes gemacht. Auch die Betreuer haben großen Spaß daran, die kleinen Kitzinger zu Artisten auszubilden. Sarah Porter ist eine von ihnen. Ihr ist der Zirkus besonders wichtig, denn: „Für die Kinder ist es eine einmalige Chance, verborgene Talente zu entdecken. Das macht das Zuschauen auch für uns Betreuer wirklich spannend“, sagt die 24-Jährige.

Die Generalprobe ist in vollem Gange. Angespannt warten die Kinder auf ihr Zeichen, um endlich die Manege in dem rot-gelben Zelt betreten zu können. Im Kopf wird noch einmal die eigene Nummer durchgegangen.

Der Ablauf ist genau vorgeschrieben. Die zehnjährige Valeria schaut noch einmal auf den Plan und erklärt, dass jedes der Kinder sich drei Disziplinen aussuchen durfte. Sie freut sich vor allem auf ihre Darbietung am Trapez. „Da mache ich dann eine Drehung und danach hänge ich an den Füßen nach unten, das ist voll lustig“, erklärt sie und kichert. Obwohl die Kleinen ihre Kunststücke schon bei der Generalprobe wie aus dem Eff-Eff beherrschen, gesteht Valeria, dass sie schon ein bisschen Lampenfieber hat.

Besser als Youtube

Trotzdem können sich die Kinder nichts Schöneres vorstellen, als beim Zirkus dabei zu sein. „Das ist einfach viel besser, als zu Hause vor dem Computer zu sitzen und Youtube-Videos zu gucken“, findet die zwölfjährige Nadja. Im nächsten Jahr werden auf jeden Fall wieder viele „Wiederholungs-Artisten“ dabei sein, da sind sich heute schon alle einig.

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