Willanzheim

Punktlandung: Schulinvestition bleibt im Kostenrahmen

Die Sanierung und Erweiterung des Willanzheimer Schulhauses war die größte Investition der Gemeinde in der jüngsten Vergangenheit.
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In neuem Glanz erstrahlt die erweiterte und sanierte Grundschule in Willanzheim. Foto: Hartmut Hess

Die Sanierung und Erweiterung des Willanzheimer Schulhauses war die größte Investition der Gemeinde in der jüngsten Vergangenheit. Pünktlich zum Schuljahresbeginn konnten die Schüler das neue Schulhaus beziehen. Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert informierte in der Ratssitzung am Montag, dass das Großprojekt voraussichtlich auch in finanzieller Hinsicht eine Punktlandung ergeben habe.

"Es stehen noch Rechungen aus, aber wir werden uns wohl im Kostenrahmen von 3,5 Millionen Euro bewegen", sagte Ingrid Reifenscheid-Eckert. Dazu kommen noch 200 000 Euro an Eigenleistung der Gemeinde und die Kosten für das Mobiliar, so dass sich Gesamtkosten von rund vier Millionen Euro ergeben. Die Bürgermeisterin lobte die Handwerksfirmen, die im Sommer noch einmal "richtig hingelangt" hätten, um rechtzeitig  zum Schuljahresbeginn fertig zu werden.

Neuverlegung des Kanals

Sehr gute Nachrichten hatte die Bürgermeisterin bezüglich des nächsten Millionenprojekts, den Abriss des Hüttenheimer Schulhauses, den Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses und des Kindergartens. Vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) kam der Förderbescheid, dass ein Zuschuss  von 163 200 Euro für den Abbruch der Schule gewährt wird. Eine weitere Fördersumme von 167 700 Euro gewährt das ALE für den Neubau der Außenanlagen. Den Auftrag zum Abbruch der Schule erhielt die Frickenhäuser Firma Ruppert, die heuer noch den Abbruch erledigen soll. Im Rahmen der Planung stellte sich heraus, dass der Kanalanschluss für das benachbarte Sportheim unter dem künftigen Neubau verlaufen würde. Deshalb gibt die Gemeinde nun 50 000 Euro für die Neuverlegung des Kanals zum Sportheim aus.

Die Gemeinde musste den Klärschlamm von der Willanzheimer und Hüttenheimer Kläranlage entsorgen, informierte die Bürgermeisterin. Der Klärschlamm wurde zur landwirtschaftlichen Nutzung weggeben, die Kosten beliefen sich auf 10 700 Euro.

LED-Licht für Straßenleuchten

Umgestellt werde die Straßenbeleuchtung auf LED-Licht, hieß es weiter. Die Gemeinde aktzeptierte hierfür ein Angebot des Energieversorgers N-Ergie. Die Ratsrunde entschied sich auch deshalb für Leuchten der LED-Retrofit, weil die Leuchtkörper durch das Bauhofpersonal gewechselt werden können. Durch die LED-Technik spart die Gemeinde künftig 30 000 Kilowattstunden pro Jahr, wodurch sich die Investition schon in ein paar Jahren amortisieren werde, hofften die Gemeinderäte. 

Der Antrag eines Mobilfunkbetreibers auf eine Erhöhung einer Sendeanlage, auf einem Gebäude nahe des Willanzheimer Rathauses, war in der Vergangenheit auf wenig Gegenliebe gestoßen. Deshalb bat die Ratsrunde um Alternativstandorte. Inzwischen zog der Mobilfunkbetreiber den Antrag zurück.

Waldstücke im Willanzheimer und Hüttenheimer Wald sind von Schädlingen befallen. Wie Ingrid Reifenscheid-Eckert mitteilte, werde das Forstamt deshalb ein Schwammspinner-Monitoring durchführen und danach eine Entscheidung vorbereiten, ob es im kommenden Jahr eine Bekämpfung geben wird.

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