Kitzingen

Projektteam steht für Tierheim-Neubau in Kitzingen bereit

Das Schreckgespenst einer Auflösung ist für den Kitzinger Tierschutzverein vom Tisch: Die Vorstandsposten sind wieder besetzt, der Neubau kann in Angriff genommen werden.
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Christian Fexer, zweiter und vorerst kommissarischer Vorsitzender des Kitzinger Tierschutzvereins. Foto: Laura Rudolph

Die fast schon verzweifelte Suche des Kitzinger Tierschutzvereins nach neuen Mitstreitern hatte Erfolg: Kürzlich fand sich ein Projektteam zusammen, das den anstehenden Tierheim-Neubau stemmen will. Damit ist der personelle Durchhänger im Vorstand ausgestanden. Bei einer Vorstandssitzung erklärte sich eine zehnköpfige Mannschaft bereit, bei dem gut 2,6 Millionen Euro teure Neubauvorhaben mitmachen zu wollen.

Gerd Menche war als Chef des Kitzinger Tierschutzvereins zuletzt so etwas wie ein Einzelkämpfer gewesen. Händeringend hatte er mit öffentlichen Aufrufen und über persönliche Kontakte versucht, die fehlenden Vorstandsposten wieder aufzufüllen. Dies ist nun gelungen: Bei der jüngsten Sitzung wurden die Posten und erste Aufgaben im Team verteilt.

Volljurist im Boot

Wichtig: Der Vorstand ist nunmehr wieder komplett besetzt. Christian Fexer fungiert als zweiter und vorerst kommissarischer Vorsitzender. Der Volljurist ist als Immobilien- und Versicherungsmakler in Würzburg tätig. Weiterhin als externer Koordinator im Boot ist Harald Meyer. Meyer wird allerdings nicht mehr wie in der Vergangenheit praktische Projektarbeit leisten. Wegen weiterer Aufgaben – auch im ehrenamtlichen Bereich – wird er sich auf die Koordination beschränken.

Wie berichtet soll das neue Tierheim nahe Hoheim am ehemaligen US-Schießplatz entstehen. Da das aktuelle Tierheim in der Kaltensondheimer Straße auf ehemaligen Bergwerksstollen steht, ist die Standsicherheit nicht mehr gegeben und es droht in absehbarer Zeit die Schließung.

Derzeit geht es für die Tierschützer einerseits um die Klärung der Finanzierung und andererseits um den Erwerb des rund 7000 Quadratmeter großen Grundstücks am Rand des Kitzinger Technologieparks conneKT. Das Gelände in der Nähe des Luftsportclubs soll 130 500 Euro kosten, ist allerdings nicht erschlossen, was zusätzlich rund 450 000 Euro kosten würde. Möglich scheint nach wie vor auch eine Erbpachtlösung. Hier laufen gerade entsprechende Verhandlungen.

Neue Mitglieder willkommen

Wie der Tierschutzverein in einer Pressemeldung mitteilt, werden weiterhin Helfer und auch neue Mitglieder gebraucht. Interessenten können sich – am besten per Mail – direkt an den ersten Vorsitzenden Gerd Menche (gerdmenche@web.de) oder den Tierschutzverein (info@tierheim-kitzingen.de) wenden.

Während der Landkreis bereits seine Unterstützung zugesichert hat, müssen sich jetzt auch  nach und nach die einzelnen Städte und Gemeinden entscheiden, wie sie zur Finanzierung beitragen können. Das Werben in den jeweiligen Gremien dürfte für den Verein noch einmal zu einem Kraftakt werden. Dafür aber ist erst einmal das eigentliche Schreckgespenst vom Tisch: Dass sich der Verein mangels Interesse auflösen und das Tierheim schließen muss. Dort hatten vergangenes Jahr 134 Hunde und 103 Katzen ein Zuhause auf Zeit gefunden.

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