14 Mädchen und Buben der THW-Jugend Kitzingen mussten zeigen, was sie in ihrer Ausbildung gelernt haben. Zunächst trafen sie sich in der THW-Unterkunft am Floßhafen. Die Jugendbetreuer Jochen Dürr, Julia Gaiser und Manuel Schneider hatten sich etwas Besonderes ausgedacht: Der Nachwuchs sollte Menschen aus Höhen oder Tiefen retten. So gab es an diesem Abend um 21.40 Uhr Alarm – völlig überraschend für die jungen Leute des Technischen Hilfswerks.

Mit Blaulicht ging es an die Einsatzstelle, dem Phantomdorf im Klosterforst. Dort, so die Übungsannahme, hatte eine Schulklasse vor einem Unwetter Schutz gesucht. Als das Wetter vorbei war, stellte der Lehrer fest, dass fünf Schüler fehlten.

Die Einsatzstelle musste mit sogenannten Power-Moon Leuchten ausgeleuchtet, Scheinwerfer aufgestellt und die Notstromversorgung hergestellt werden. Danach begann die Suche nach den Vermissten. Zwei wurden „verletzt“ aufgefunden und mussten senkrecht mit einem Rettungskorb aus dem Obergeschoss abgelassen werden. Ein weiteres „Opfer“ war nur kriechend durch einen Tunnel erreichbar. Die Befreiung erwies sich als nicht ganz einfach. Gleichzeitig begannen Suchtrupps, im nächtlichen Wald nach weiteren Schülern zu suchen, und wurden schließlich fündig.

Nach einer kurzen Nacht und dem Frühstück war erneut das Phantomdorf das Ziel der 14 Junghelfer. Diesmal lautete die Aufgabe, auf dem Dach eines Gebäudes mit einem sogenannten Dreibock eine Seilbahn zu bauen, um mit deren Hilfe „Unglücksopfer“ sicher auf den Erdboden zu bringen, beziehungsweise mit Leitern eine „schiefe Ebene“ zu konstruieren, über die man ebenfalls Menschen retten konnte.