Neuses am Berg

Probe aufs Exempel: Werner hat die schönste Glatze

Zum Straßenweinfest in Neuses am Berg gehört die Glatzenprobe. Wer kandidiert und die Prüfung besteht, findet Aufnahme in den Fränkischen Glatzenclub.
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Der frühere Präsident des Fränkischen Glatzenclubs, Karl-Heinz Erk, reinigt zusammen mit Weinprinzessin Nadine I. eine Glatze mit Neuseser Glatzenwein. Foto: Gerhard Bauer
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Zum traditionellen Straßenweinfest im Dettelbacher Stadtteil Neuses am Berg gehört die Glatzenprobe. Wer kandidiert und die Prüfung besteht, findet Aufnahme in den Fränkischen Glatzenclub. Initiator Heinrich Stier übernahm am Sonntagnachmittag die Moderation und stellte Jochen Melber aus Neuses am Berg als Nachfolger des Gründungspräsidenten des Glatzenclubs Karl-Heinz Erk vor.

Die Vermessung der Handfläche von Weinprinzessin Nadine I. habe 145 Quadratzentimeter ergeben und sei somit geeignet, den Glatzentest zu übernehmen. Bei diesem Test wird durch Handauflegen nachgeprüft, ob die Glatzenfläche – gemessen ab der obersten Stirnfalte bis zum ersten Haaransatz – zur Aufnahme in den Glatzenclub ausreicht. Schädelrasuren sind nicht erlaubt.

Die Weinprinzessin entscheidet zudem, wer von den Kandidaten 2019 die schönste Glatze präsentiert, sie holte sich Landrätin Tamara Bischof zur Verstärkung. Zum Test traten fünf Kandidaten an und bewarben sich um die Weinprämie.

Die vom Publikum alljährlich mit Beifall bedachte Gaudi vor dem Musikpodium musste allerdings verkürzt werden, da erste Regentropfen Unheil erwarten ließen, die Maßnahme durch Auflegen der hoheitlichen Hand musste entfallen.

Unter den fünf Kandidaten Andreas aus Kehlheim, Klaus aus Mainstockheim, Peter aus Veitshöchheim sowie Werner und Erwin aus Erlangen fiel die Wahl auf Werner, der sich über das Ergebnis sichtlich freute. Gemeinsam leistete das Quintett das Glatzen-Gelöbnis und versprach, die Glatzen zukünftig pfleglich zu behandeln, keine Haarwuchs fördernden Mittel und sonstige abartige Essenzen – außer Neuseser Glatzenwein - zu verwenden.

Erk polierte jede Glatze mit einem eigens geschaffenen Glatzenpoliertuch und küsste den Glatzenträger zum Beweis der Aufnahme in den Glatzenclub auf die Glatze. Zum Dank erhielt er einen Gegenkuss.

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