PRICHSENSTADT

Prichsenstadt feiert das Stadtrecht

Am 6. Januar 1367 wurden dem kleinen Ort Brisendorf die Stadtrechte verliehen. Was bedeutet, dass im Jahr 2017 im Ort 650 Jahre Stadtrecht Prichsenstadt gefeiert werden soll.
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Straßenbelag als historisches Bauwerk: Im Stadtrat von Prichsenstadt diskutierten die Räte kontrovers, ob eine Straße nun ein solches Bauwerk sei oder nicht. Foto: Foto: Chuleck

Es war ein wahrhaft historisches Ereignis für die Stadt Prichsenstadt: Am 6. Januar 1367 wurden dem kleinen Ort Brisendorf, seinerzeit noch im Besitz des Fürsten von Castell, die Stadtrechte verliehen. Was bedeutet, dass im Jahr 2017 im Ort das Ereignis „650 Jahre Stadtrecht Prichsenstadt“ gefeiert werden soll. Die Weichen dafür stellte der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstagabend.

Dass die Verleihung des Stadtrechtes gefeiert werden wird, stand außer Frage. Um das Fest auch zu einem wirklichen Fest werden zu lassen, bat Bürgermeister René Schlehr die Räte um erste Ideen, allen voran um die Bildung eines Festkomitees. „Wobei ich den Begriff Komitee nicht so starr wirken lassen will“, sagte Schlehr, „Es wäre schön, wenn sich Mitglieder des Stadtrates, die Vereine und vor allem die Bürger, auch die aus den Ortsteilen, an diesem Komitee beteiligen würden.“ Mit dabei sein wird auf jeden Fall Volker Mehlert, Vorsitzender des Vereins Alt Prichsenstadt, sowie Simone Geißel, bei der Verwaltung zuständig für alles rund um den Tourismus. „Sie hat aber nur eine Halbtagsstelle, deshalb ist sie dringend auf Unterstützung angewiesen“, sagte Schlehr.

Ideen und Freiwillige gesucht

Die kommt in Person der beiden Ratsmitglieder Herwig Hinney und Ursula Reiche. Beide sind seit einigen Jahren im Ruhestand, und die übrigen Räte befanden, im pensionierten Lehrer und der pensionierten Ärztin (als dessen Unterstützerin) genau die Personen gefunden zu haben, bei denen die Fäden der Planung zusammenlaufen sollen. In der Sitzung selbst erklärten sich auch beide bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Im nächsten Amtsblatt will der Bürgermeister einen Aufruf an die Vereine und Bürger starten, um möglichst viele Helfer für das Fest zu finden.

Dass es an Ideen wohl nicht mangeln wird, zeigte sich bereits in der Sitzung. Aus der Reihe der Räte kamen so viele Vorschläge, dass Schlehr auf die Bremse treten musste, „sonst gehen wir schon jetzt zu sehr ins Detail, und wir stehen hier erst ganz am Anfang“. An mehreren Stellen der Stadt, so ein Vorschlag, könnten unterschiedliche Aktionen angeboten werden, ein Festumzug mit mehreren Themenwagen und Delegationen aus umliegenden Orten kam ins Gespräch, und auch die Frage nach Sponsoren wurde laut.

„Ohne Sponsoren wird es für die Stadt selbst schwer“, sagte Schlehr, zumal die Finanzierung noch völlig offen ist. Sein Vorschlag: Ideen sammeln, die Umsetzung prüfen und sich dann Gedanken übers Geld machen. Viel Zeit für die Vorbereitung der Feier ist nicht mehr, deshalb dürfen sich Freiwillige schon jetzt bei den Räten Hinney und Reiche sowie Simone Geißel in der Stadtverwaltung melden und ihre Ideen und sich selbst einbringen.

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