Mit Warnstreiks in sämtlichen bayerischen Paketzentren hat die Gewerkschaft ver.di im Tarifkonflikt mit der Post den Druck am Donnerstag wieder erhöht.

In den zwei Wochen zuvor hatte in dem Streit österlicher Friede geherrscht, doch nach einer gescheiterten Verhandlungsrunde am Vortag war damit wieder Schluss: ver.di forderte rund 1200 Mitarbeiter in den sechs bayerischen Paketzentren dazu auf, die Arbeit vorübergehend niederzulegen.

Betroffen war auch der Standort Kitzingen. Vom Donnerstagmittag an sollten sich für mindestens 24 Stunden sämtliche Schichten daran beteiligen. „Wir gehen davon aus, dass die Beteiligung bei 90 bis 95 Prozent liegen wird“, sagte ver.di-Fachbereichsleiter Anton Hirtreiter.

Die Deutsche Post DHL wollte die Folgen für die Kunden dennoch minimieren. „Wir werden versuchen, alles aufzufangen, was geht“, betonte Pressesprecher Erwin Nier.

Die heiße Phase begann im Paketgeschäft am Donnerstagnachmittag. Der Post blieben einige Stunden, um Beamte, die nicht streiken dürfen, auf Abruf einsetzbare Kräfte oder studentische Aushilfen zu aktivieren. Dennoch sei nicht abschätzbar, wie viele Sendungen liegen blieben, sagte Nier.

Auch im Briefzentrum Nürnberg waren Mitarbeiter dazu aufgerufen, sich an den Warnstreiks zu beteiligen.