Possenheim

Possenheimer Weinprinz grüßt aus Neuseeland

Zur Kirchweih in Possenheim lasen gleich fünf Kirchweihprediger launige Reime vor
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Der "Kracken-Express" hatte am Sonntag wieder den Iphöfer Stadtteil Possenheim erobert, wo vom Anhänger aus die Kirchweihpredigt verlesen wurde. Foto: Carmen Lechner
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Gezogen von einem Traktor, fuhr am Sonntagnachmittag der "Kracken-Express" der "Possermer Jugend" zur Kirchweih in Possenheim in die Dorfmitte, um die alljährliche Kirchweihpredigt zu verlesen. Wie es die Tradition will, dargeboten von gleich mehreren Predigern, die das Geschehen der vergangenen Monate launig in Reimform Revue passieren ließen. Und – zu aller Überraschung –Grüße aus Neuseeland mitbrachten.

Ans andere Ende der Welt hat es nämlich derzeit den Possenheimer Weinprinz Peter Hartmann verschlagen, der dort ein halbes Jahr auf "Work-&-Travel"-Arbeitsreise unterwegs ist. Dort gibt es aber freilich auch Internet - und so schickte seine Hoheit einen aufgesprochenen Gruß direkt zu seinen Possenheimer Untertanen, denen er auch gleich verkündete, in Neuseeland wichtige fränkische Insignien wie die "sauere Weinschorle" eingeführt zu haben.

Die Kirchweih mit dem Bagger ausgegraben

Vorher hatten Florian und Simon Müller, Christian Hartmann sowie Benedikt und Hanna Pfeuffer bereits mit einigen Streichen und Geschichten aus dem Dorfleben die Zwerchfelle gekitzelt. Erzählt wurde vom Neuzugang der Jugend, der zum Ausgraben der Kirchweih im vergangenen Jahr gleich mit dem Minibagger angerückt ist und sich seinen Magen anschließend gleich mit purer Brühe der Schlachtschüssel strapazierte.

Thematisiert wurde auch das langwierige Hin und Her mit dem neuen Feuerwehrauto, das kurz vor Weihnachten endlich Possenheim erreichte, seither aber immer wieder Reparaturen und Nachbesserungen fällig waren. Dafür seien aber die "Aftershow-Partys" der Versammlungen der Floriansjünger weitaus beliebter als die Sitzung selbst. Für Spaß sorgte zudem ein Junggesellenabschied nach Frankfurt, bei dem sich die feucht-fröhliche Gruppe am Ende noch verloren hat und noch viele kleine weitere Stücke, bei denen der Spaß nicht zu kurz kam.

So auch am Kirchweihsonntag selbst rund um den Dorfbrunnen, wo Schätz- und Geschicklichkeitsspiele stattfanden, die Stadtteilreferent Jürgen Adler moderierte. Eine staunend leckere Kostprobe: Exakt 6538 Schnitzel seien in den vergangenen vier Jahren im Bürgerhaus des Iphöfer Stadtteils gebrutzelt und verkostet worden. Für das Team vom Bürgerhaus, das zusammen mit der Jugend, dem Posaunenchor und der Freiwilligen Feuerwehr das viertägige Kirchweihtreiben veranstaltet hatte, gab es vom "Kracken-Express" ein Extralob für den Einsatz.

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