POSSENHEIM

Possenheim: Nie so schön wie heute

Fit für die Zukunft gemacht, da waren sich alle Festredner einig, ist der Ortskern von Possenheim nach seiner Umgestaltung. Am Samstagabend wurde mit einem Festakt und den anschließenden neuen Dorffest „Weingenuss“ der Abschluss der Arbeiten gefeiert.
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Aktiv: Die Possenheimer Dorfjugend, hier vor dem neuen Brunnen auf dem sanierten Dorfplatz, hat zur Einweihung des Platzes gleich ein neues Fest kreiert. FOTO Robert Haass

Fit für die Zukunft gemacht, da waren sich alle Festredner einig, ist der Ortskern von Possenheim nach seiner Umgestaltung. Am Samstagabend wurde mit einem Festakt und den anschließenden neuen Dorffest „Weingenuss“ der Abschluss der Arbeiten gefeiert.

Ein lebendiger Ort ist aber bei weitem nicht nur vom baulichen Umfeld abhängig. Wichtig sind dafür auch die Menschen dort und vor allem die Jugend. Und gerade hier kann der kleine, rund 220 Einwohner starke Iphöfer Stadtteil punkten. Sogar mit einem eigenen Verein, der Possermer Jugend.

Dass sich die jungen Possenheimer nicht nur um ihren Jugendraum kümmern, sondern auch ansonsten im Dorf aktiv sind, das zeigten sie deutlich bei der Einweihung des Dorfplatzes am Samstag: Die Jugend war es, die die Veranstaltung organisiert hat, die Tische und Bänke aufgestellt hatte, die für Essen und Getränke sorgte und die mit den „Possermer Weingenuss“ auch gleich eine neue Veranstaltung ins Leben gerufen hat.

Der Sog der Ballungszentren

Von „großen Herausforderungen für die Innenstädte und die Ortsmitten“ sprach denn auch Festredner Norbert Böhm von der Regierung von Unterfranken, anlässlich des Strukturwandels, der nicht nur demographische Gründe hat. Denn nach wie vor üben die großen Städte und Ballungszentren schon alleine wegen den Arbeitsplätzen eine große Anziehungskraft auf die junge Bevölkerung aus.

„Die Probleme müssen aktiv angegangen werden“, so die Forderung des Abteilungsdirektors. Kreativität sei gefragt, die großen Neubaugebiete müssten überdacht, vor allem die Ortskerne wieder aktiviert, die Trendwende geschafft werden. Dabei hilft der Staat mit der Städtebauförderung. In den Landkreis Kitzingen sind dabei rund 50 Millionen Euro geflossen, alleine Iphofen hat davon mit rund 17 Millionen Euro profitiert, nach Possenheim sind aktuell 700 000 Euro geflossen.

Viel wichtiger aber, so Böhm, sei das, was die Bürger dabei leisten: „Der Wille und das Engagement der Menschen müssen da sein, um die Zeile zu erreichen – und das ist nicht selbstverständlich.“

Dass dies in Possenheim vorbildlich gelungen ist, hatte zuvor schon Iphofens Bürgermeister Josef Mend deutlich gemacht, der den Possenheimer bestätigte: „Der Wille der Bevölkerung war für die Neugestaltung vorhanden.“ So konnte das neue Feuerwehrhaus, der Dorfplatz, aber auch die Kirche in die Planungen mit einbezogen werden. „Ich bin überzeugt davon, dass Possenheim in seiner 840 Jahre alten Geschichte noch nie so schön war, wie heute“, sagte Mend. Dass dieser Einsatz auch gerechtfertigt ist, zeige auch die jüngere Geschichte des Dorfs: Mit seinen 220 Einwohnern ist Possenheim eine wachsende Gemeinde.

„Toll“ fand es Landrätin Tamara Bischof, dass die Jugend „gleich ein neues Fest kreiert“ hat. Ein Fest, das nach einer kurzen Andacht durch Dekan Martin Ost und den Schlussworten von Stadtrat Jürgen Adler seinen Lauf nahm.

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