WIESENTHEID

Polonaise statt Politik

Es waren gut 500 Besucher, die zum 41. Ball der Freien Wähler des Kreisverbandes Kitzingen in die Steigerwaldhalle Wiesentheid gekommen waren. Schon im Eingangsbereich erhielten die Ballbesucher einen Eindruck, was sie erwartet: Die fünf Musiker des „Gloria Sextett“ unterhielten die eintreffenden Gäste mit Musik.
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Mit einer Polonaise ging's los: Der Freie-Wähler-Ball in der Steigerwaldhalle Wiesentheid war auch in diesem Jahr wieder ein gesellschaftliches Ereignis. Foto: Fotos (3): Guido Chuleck
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Es waren gut 500 Besucher, die zum 41. Ball der Freien Wähler des Kreisverbandes Kitzingen in die Steigerwaldhalle Wiesentheid gekommen waren. Schon im Eingangsbereich erhielten die Ballbesucher einen Eindruck, was sie erwartet: Die fünf Musiker des „Gloria Sextett“ unterhielten die eintreffenden Gäste mit Musik.

Es war eine spontane Entscheidung – die Musiker wollten nicht einfach nur vor ihrem ersten Auftritt rumsitzen und hatten deshalb schon mal ohne ihre Sängerin angefangen, sich einzuspielen. Ihr Aufwärmen verlegten sie kurzerhand in den Eingangsbereich.

Und diese musikalischen Häppchen, passend zum Sekt und Wein, den die Weinprinzessinnen aus der Region zur Begrüßung überreichten, ließen auf einen unterhaltsamen Abend hoffen. Die Besucher wurden auch nicht enttäuscht.

Traditionell ist die Politik bei diesem parteiübergreifenden Ball kein Thema, denn es soll getanzt werden. Das brauchten der Hausherr Paul Streng und der Organisator Steffen Wolbert bei ihrer Begrüßung nicht sonderlich zu betonen. Nachdem sie die Weinhoheiten der Region vorgestellt hatten, gaben sie den Startschuss zur obligatorischen Polonaise, an der sich rund 100 Tanzpaare beteiligten. Dann ging es nahtlos weiter mit der ersten von vielen weiteren Tanzrunden des Abends.

Pausen gab es nur bei den beiden Einlagen: Dem Auftritt der Gruppe „Magic Passion“ von der Tanzsportabteilung des TSV Wiesentheid und dem Stepptanz der Gruppe „Tap-House“ aus Würzburg. „Magic Passion“, so erzählt deren Trainerin Verena Riemer, sind amtierende bayerische Meister, deutsche Vizemeister und Vize-Europameister. Dass die jungen Damen diese Erfolge verdient haben, zeigten sie mit einem sehr ausdrucksstarken Tanz, den sie als Zugabe gleich noch ein zweites Mal darbieten durften.

Die „Tap House“-Gruppe aus Würzburg ist in der Region keine Unbekannte mehr, schon mehrfach sind die Stepptänzer um den Gründer Steffen Wolz des „etwas anderen Tanzstudios“ in Wiesentheid und Umgebung aufgetreten. Dieses Mal standen gleich acht Tänzer und Tänzerinnen auf den beiden räumlich voneinander getrennten Tanzflächen, doch auch auf diese für die Mitwirkenden ungewohnte Entfernung lief die Kommunikation reibungslos – über die Stepp-Schuhe.

Bis in die Morgenstunden

In diesem Jahr verzichteten die Veranstalter auf eine Verlosung. Enttäuscht zeigte sich davon kein Ballbesucher. Vielmehr bevölkerten die wenigen jungen und jugendlichen Tänzer wie die etwas älteren Semester bis in die frühen Morgenstunden die Tanzfläche – und zu fortgeschrittener Stunde auch die Bar. „Ich bin total begeistert“, so Steffen Wolbert, als die zweite Showeinlage über die Bühne gegangen war, „die Atmosphäre ist ist entspannt, die Leute tanzen – was will man mehr“.

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