Kitzingen

Polizei sucht den "Kleber von Kitzingen"

Seit Ende des Jahres 2017 kam es in der Kitzinger Innenstadt zu mittlerweile 27 Sachbeschädigungen durch Klebeflüssigkeit. Jetzt bittet die Polizei die Öffentlichkeit um Hilfe - inklusive Belohnung.
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Seit Ende des Jahres 2017 wurde durch einen bislang Unbekannten im Bereich der Kitzinger Innenstadt eine Serie von Sachbeschädigungsdelikten durch Aufbringen von Kleber an geparkten Fahrzeugen und in zwei Fällen an Hauseingangstüren begangen. Bislang wurden nach Polizeiangaben 27 Sachbeschädigungen zur Anzeige gebracht.

Der Täter bringt eine äußerst aggressive Klebeflüssigkeit auf die Fahrzeuge auf, so dass hohe Schäden entstehen. An den Hauseingangstüren werden die Schlösser verklebt, so dass ein Aufschließen nicht mehr möglich ist. Aktuell beläuft sich der Schaden auf über 50.000 Euro.

Maßnahmen der Polizei bisher erfolglos

Die Tatorte liegen im Innenstadtbereich Kitzingen, überwiegend nördlich der Kaiserstraße und Würzburger Straße sowie südöstlich der Nordtangente. Seitens der Polizeiinspektion Kitzingen wurden gezielte Befragungen, operative Überwachungsmaßnahmen sowie eine Verteilung von Flyern durchgeführt, die leider noch nicht zu den erhofften Erkenntnissen geführt haben.

Bundesweit ist dieses Phänomen noch im Bereich Wolfsburg zu verzeichnen, wo ein Täter mit der gleichen Methode bereits über 500 Taten begangen hat. Ermittlungen der Polizeiinspektion Kitzingen ergaben allerdings, dass hier kein Tatzusammenhang besteht.

Nachdem zunächst davon ausgegangen wurde, dass der Täter in der Nachtzeit aktiv ist, konnten die Tatzeiten der letzten beiden Beschädigungen auf die Mittagszeit eingegrenzt werden, so dass die Ermittlungen hinsichtlich jüngerer Täter ausgeweitet wurden. Für die professionelle Abarbeitung des Phänomenbereichs wurde eine zentrale Sachbearbeitung in der Ermittlungsgruppe installiert. Es werden weiterhin alle erforderlichen Maßnahmen mit Nachdruck durchgeführt, um einen Tatverdächtigen dingfest zu machen.

Polizei bittet Bevölkerung um Hilfe

Hierzu sind insbesondere Hinweise aus der Bevölkerung von großer Bedeutung. Von Interesse sind vor allem Erkenntnisse zu den Klebemitteln und Personen, die sich auffällig an Fahrzeugen aufhalten. Für ein zielführendes polizeiliches Einschreiten ist es unbedingt notwendig, dass Informationen unverzüglich unter der Telefonnummer 09321/1410 oder dem Polizeinotruf 110 weitergegeben werden. Hierbei gilt laut Polizei: „Lieber einmal mehr mitteilen, als einmal zu wenig“! Für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters führen wurde eine Belohnung von bis zu 1000 Euro festgesetzt.



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