KITZINGEN

Plötzlich waren die Schilder weg

Mit rund 500 Teilnehmern war die 25. Auflage der Bocksbeuteltour am Wochenende ein Erfolg. Die größte Radsportveranstaltung im Landkreis macht den Organisatoren der Radsportabteilung der Turngemeinde Kitzingen viel Arbeit. In diesem Jahr hat ein Schilderdieb dafür gesorgt, dass es noch mehr wurde als ohnehin schon.
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Bocksbeuteltour
Bocksbeuteltour: Die 23. Auflage hat am Sonntag unter dem Regen gelitten. Dennoch machten sich rund 200 Radfahrer auf die fünf unterschiedlich langen Strecken. Foto: Sebelka

Mit rund 500 Teilnehmern war die 25. Auflage der Bocksbeuteltour am Wochenende ein Erfolg. Die größte Radsportveranstaltung im Landkreis macht den Organisatoren der Radsportabteilung der Turngemeinde Kitzingen viel Arbeit. In diesem Jahr hat ein Schilderdieb dafür gesorgt, dass es noch mehr wurde als ohnehin schon.

Wie Manfred Freitag als einer der Organisatoren und Verantwortlicher für die Beschilderung sagte, ist das Team für die Familientour am Sonntag ganz schön ins Schwitzen gekommen. Bei einer Kontrollfahrt stellten die Mitglieder der TG Velo Sport gegen 8.45 Uhr fest, dass viele Schilder auf der 20 Kilometer langen Strecke wie vom Boden verschluckt waren.

Gefährlich für Kinder

„Über zweieinhalb Stunden hatten wir am Vortag die Strecke für die Familien ausgeschildert“, so Freitag. Die Route führte vom Startpunkt bei der Winzergemeinschaft Franken (GWF) über Repperndorf, Kaltensondheim, Westheim, Biebelried und zurück zur GWF nach Repperndorf. Wegen der Sicherheit der Eltern und Kinder habe man Rad- und Wanderwege in der Flur gewählt, um den Autoverkehr zu meiden. „Offensichtlich hat der Verein einen Feind“, mutmaßt Freitag.

Der habe in diesem und auch schon im vergangenen Jahr permanent dafür gesorgt, dass Schilder von der Strecke verschwunden sind. Dass immer wieder mal ein Schild abhanden kommt, sei nichts Neues. Die Hinweisschilder werden bei den Kontrollfahrten von den Verantwortlichen vor Ort ergänzt. Doch am Sonntag musste Freitag gleich bis zu dreimal auf die Strecke fahren, um die entfernten Schilder zu ergänzen. Das ist für die Verantwortlichen nicht zu akzeptieren, so Freitag. Sie gehen davon aus, dass das Entfernen der Schilder gezielt und mit Vorsatz gemacht wurde. Das Ganze sei nicht ungefährlich: Ortsunkundige können sich zwischen Äckern und Feldern kaum zurechtfinden. Folge: Sie irren dann ohne Streckenführung mit ihren Kleinkindern auf den Rädern umher. Offensichtlich sei es dem unbekannten „Schildersammler“ nicht bewusst, was er anrichtet. Die Strecke sei speziell für Kinder gewählt. Eine zusätzliche Belastung durch Mehrkilometer können diese an die Leistungsgrenze bringen.

Hilfe durch Einheimische

Das kann und will der Veranstalter auf keinen Fall so hinnehmen, so Freitag. Immerhin gab es am Ende noch was Positives: Zwei Familien aus Repperndorf und Biebelried haben spontan dafür gesorgt, dass die Teilnehmer ab Westheim trotz lückenhafter Ausschilderung sicher zurück zur GWF kamen.

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