BUCHBRUNN

Platz für Asylbewerber

Die Gemeinde Buchbrunn will Asylbewerbern im Anwesen Hauptstraße 20 Unterkunft bieten. Der Gemeinderat beauftragte am Donnerstagabend Bürgermeister Hermann Queck beim Landratsamt Informationen einzuholen.
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Kandidat: Hermann Queck wurde einstimmig als Bürgermeisterkandidat der Freien Wählergemeinschaft Buchbrunn nominiert. Foto: Foto: Ralf Weiskopf

Die Gemeinde Buchbrunn will Asylbewerbern im Anwesen Hauptstraße 20 Unterkunft bieten. Der Gemeinderat beauftragte am Donnerstagabend Bürgermeister Hermann Queck beim Landratsamt Informationen einzuholen.

„Das Haus bietet sich geradezu an“, kommentierte Dieter Koch den Vorschlag. Bürgermeister Queck kündigte daher für Montag, 15. Dezember, um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung für alle Bürger im Feuerwehrhaus an, bei der auch das Landratsamt vertreten sein wird.

Wolfgang Geißendörfer steht zwar hinter der Hilfe für Asylbewerber, wies aber darauf hin, dass das Haus zum Abbruch erworben wurde, um dann Bauplätze zu verkaufen. Er forderte seine Ratskollegen zur Suche nach anderweitigen Umbringungsmöglichkeiten auf. Das weitere Vorgehen wurde in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung verwiesen.

Außerdem ging es in der Ratssitzung um diese Punkte:

• Bürgermeister Hermann Queck möchte die Erschließung des Baugebiets Gärten so schnell wie möglich voranbringen. Daher schloss er auch eine kurzfristig anberaumte Sondersitzung nicht aus. Die Planer Jürgen Finger und Melanie Möhle vom Planungsbüro Arz stellten einen vorläufigen Erschließungsplan vor. Dem zufolge soll die Entwässerung im Trennsystem erfolgen, Oberflächenwasser soll nahe dem Sportplatz in einem etwa 135 Quadratmeter fassenden Regenrückhaltebecken aufgefangen und allmählich abgeleitet werden. Anzahl und Größe der Bauplätze sollen möglichst nicht beeinträchtigt werden. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung hat das Planungsbüro einen schnellstmöglichen Ringschluss vorgeschlagen, der den zweiten Bauabschnitt einschließen soll. Da der Kanal später gebaut und dann tiefer als die Wasserleitung liegen wird, soll vorab geprüft werden, ob die Zisterne des Sportplatzes notfalls als Löschwasserquelle herangezogen werden kann.

• Der Teilabbruch eines Wohnhauses auf dem Anwesen von Sebastian Seynstahl wurde genehmigt, die Scheune darf zum Wohnhaus umgebaut werden. Es müssen zwei Stellplätze nachgewiesen werden.

• Da die Grüngutablagerungen am Häckselplatz für die Gemeinde keine Kosten auslösen, wird das Areal auch nicht eingezäunt. Allerdings wird ein Schild aufgestellt das die Nutzung auf Buchbrunner Bürger beschränkt.

• Die Mittelschule wird barrierefrei umgebaut. Der Einbau eines Treppenliftes wurde bereits beschlossen, dafür wurde vorzeitiger Baubeginn beantragt. Nun beschloss der Gemeinderat, auch die Toiletten umzubauen. Durch Umgestaltung sieht Architekt Dieter Koch ausreichend Platz für eine barrierefreie Toilette. Die Toiletten für Jungen und Mädchen werden umgestaltet, sie müssen sowieso erneuert werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 102 000 Euro, nach Abzug von Förderleistungen bleiben für die Gemeindekasse rund 60 000 Euro.

• Im Baugebiet am Schelm werden Parkmöglichkeiten zunächst durch ein Schild gekennzeichnet. Sollte das nicht ausreichen, soll später die Fahrbahn markiert werden.

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