DETTELBACH

Planungssicherheit für Städtepartnerschaften

Auf eine solide finanzielle Grundlage hat der Dettelbacher Stadtrat in seiner Sitzung am Montagabend die Pflege der Städtepartnerschaften gestellt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Zwei Herzen schlagen in Maurizio
Zwei Herzen schlagen in Maurizio Mennas Brust, wenn Deutschland im WM-Halbfinale auf Italien trifft. Zwei Fahnen schmücken den alten Autobianchi (Baujahr 1964), mit dem der Wirt vom "Pane e vino" durch Würzburg fährt. Eigentlich, sagt er, müsse er auch noch die europäische Fahne dazu nehmen. Foto: FOTO WOLFGANG JUNG

Auf eine solide finanzielle Grundlage hat der Dettelbacher Stadtrat in seiner Sitzung am Montagabend die Pflege der Städtepartnerschaften gestellt.

Demnach sollen sowohl für die Partnerschaft mit dem italienischen Rufina als auch mit dem österreichischen Poysdorf künftig feste Beträge im Haushalt eingestellt werden, die dann von der Deutsch-italienischen Gesellschaft beziehungsweise von einer noch zu gründenden Deutsch-österreichischen Gesellschaft selbstständig verwaltet und verwendet werden können. Hintergrund der Entscheidung war die bisherige fehlende Planungssicherheit vor allem für die Deutsch-italienische Gesellschaft, der von der Stadt im Jahre 2009 die Pflege der Partnerschaft übertragen worden war.

Zwar waren für die Partnerschaften mit Rufina und mit Poysdorf Mittel im Haushalt vorgesehen worden, doch hatte die Gesellschaft je nach Bedarf Anträge stellen müssen, um an Zuschüsse, beispielsweise für Reisen oder Empfänge, zu kommen. Diesem laut stellvertretendem Bürgermeister Ernst Dobler (CSU) „blamablen Zustand“ soll die jetzige Regelung ein Ende setzen. Dobler fand es in der Sitzung am Montag „langsam peinlich“, dass der Stadtrat sich jedes mal mit kleinen Zuschüssen befassen musste.

Für ein festes Budget zur Pflege beider Partnerschaften hatte sich zuvor bereits Michael Hartmann (SPD) ausgesprochen, der außerdem dafür plädierte, beide Partnerschaften finanziell gleichzustellen. Das sah Theresia Mack-Schneider anders, die den Aufwand für die Partnerschaft mit Rufina wegen der größeren Entfernung und der Sprachbarriere höher einschätzte als den im Falle Poysdorfs.

In welcher Höhe die Budgets für die Partnerschaftspflege am Ende ausfallen, steht noch nicht fest. Damit wird sich demnächst der Wirtschafts- und Tourismusausschuss beschäftigen. Dessen Vorschlag wird dann dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Im Gespräch war am Montag ein jährliches Gesamtbudget für beide Partnerschaften von 5000 Euro.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.