Mainbernheim

Photovoltaik: Zusätzliche Flächen versorgen über 300 Haushalte

Im Zeichen der Energiewende: Der Stromversorger N-Ergie hat bei Mainbernheim und Gnötzheim Solarstrom-Anlagen erweitert. Der Ausbau ist damit noch nicht zu Ende.
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Der Energieversorger N-Energie hat bei Mainbernheim in Richtung Iphofen ein Photovoltaik-Freiflächen-Kraftwerk entlang der Bahnstrecke erweitert. Installiert wurde eine Leistung von 750 Kilowattpeak. Foto: Michael Mößlein

Der Energierversorger N-Ergie hat in diesem Jahr drei zusätzliche Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Betrieb genommen. Zwei der Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1,9 Megawattpeak liegen im Landkreis Kitzingen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens mit Sitz in Nürnberg.

Laut N-Ergie wurde ein bestehendes Photovoltaik-Kraftwerk entlang einer Bahnstrecke bei Mainbernheim in Richtung Iphofen um eine Anlage in Ost-West-Ausrichtung um Solarzellen erweitert, die es auf eine installierte Leistung von 750 Kilowattpeak bringen. Ebenfalls erweitert hat der Energieversorger eine Anlage in Gnötzheim, wo ebenfalls in Ost-West-Ausrichtung ein zusätzlicher Abschnitt mit 375 Kilowattpeak Spitzenleistung errichtet wurde. Die dritte in diesem Jahr installierte Anlage, ein 750-Kilowattpeak-Block, befindet sich dem Unternehmen zufolge in Groß Kreutz in Brandenburg.

Für wie viele Kunden reicht der erzeugte Strom?

Doch wie viele Stromkunden kann N-Ergie mit den zusätzlichen Anlagen versorgen? Auf Nachfrage dieser Redaktion reicht der in der Anlage bei Mainbernheim erzeugte Strom nach Unternehmensangaben aus, um rechnerisch in der Spitze 214 durchschnittliche Dreipersonen-Haushalte pro Jahr mit Elektrizität zu beliefern. Die neue Photovoltaikanlage bei Gnötzheim deckt den Jahres-Spitzen-Strombedarf von 110 Dreipersonen-Haushalten.

Den Ausbau der Anlagen in diesem Jahr begründet das Unternehmen wie folgt: Die Anlage in Gnötzheim sei im Jahr 2011 gebaut worden. Entlang der A 7 musste wegen möglicher Ausbauplanungen der Autobahndirektion allerdings ein Bereich frei bleiben. Da diese Planungen mittlerweile abgeschlossen und ein Ausbau der Autobahn in diesem Bereich nicht vorgesehen sind, konnte N-Ernergie seine dortige Photovoltaikanlage nun erweitern, heißt es in einer Antwort des Unternehmens an die Redaktion.

Deutlich größere Anlage soll folgen

In Mainbernheim dagegen hat der Stromversorger die Anlage von vornherein in zwei Teilflächen geplant. Der Bau der größeren Anlagenteils mit rund 3,4 Megawattpeak wird voraussichtlich noch in diesem Jahr begonnen, berichtet das Unternehmen. Bei dem fertiggestellten Teil mit 750 Kilowattpeak handelt es sich demnach um den kleineren Teil der Anlage.

Um die Energiewende zu gestalten, setzt N-Ergie eigenen Angaben nach auf dezentral organisierte Stromerzeugung. "Wir wollen Energie erstens möglichst klimafreundlich erzeugen und zweitens möglichst dort, wo sie auch verbraucht wird", beschreibt Rainer Kleedörfer, Bereichsleiter Unternehmensentwicklung/Beteiligungen bei N-Ergie. Für Süddeutschland seien Photovoltaik-Kraftwerke aus seiner Sicht optimal geeignet, da sie vergleichsweise schnell und zu immer günstigeren Kosten errichtet werden können.

Insektenhotels und Schafe als Rasenmäher

Zudem, heißt es vom Unternehmen, könnten Freiflächen-Photovoltaikanlagen auch einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten. So teste N-Ergie insektenfreundliche Blühwiesen auf den Anlagen-Arealen und plane dort Insektenhotels. Auf einige Anlagen kümmerten sich Schafe um die Beweidung.

Insgesamt betreibt N-Ergie 33 Anlagen, die aus Sonne, Wind und Biomasse knapp 100 Megawatt Ökostrom erzeugen. Dies entspreche der Hälfte des im Netzgebiet (große Teile Mittelfrankens und angrenzende Gebiete) verbrauchten Stroms.

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