Dettelbach

Pfarrer für das Guinness-Buch vorgeschlagen

Hoch her ging es beim Bunten Abend in Dettelbach - Kommendes Jahr zurück in die Maintalhalle?
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Eine riesen Stimmung herrschte im Saal des Historischen Rathauses in Dettelbach Foto: Hanns Strecker
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Weil seine Predigt einmal nur 17 Minuten gedauert hat, forderte der "Stammtisch der Frommen" (Regina Ehmer,Marion Röschert, Hans J. Kirch, Gerdrut Ehrbar, Gerdi Öchsner und der Franziskanerbruder Coni ) Pfarrer Uwe Hartmann in das Buch der Rekorde aufzunehmen. Was hier in den altehrwürdigen Mauern des Historischen Rathauses von Dettelbach abging, war absolut sehens- und hörenswert. Die Faschingsprofis Elisabeth Rost vom Katholischen Frauenbund und Ernst Dobler von der Kolpingfamilie hatten wieder einmal ein starkes Faschingsprogramm entwickelt. " Und alles ausschließlich mit örtlichen Gewächsen" wie der Dritte im Bunde, Michael Hartmann erklärte, der den Abend mit launigen Sprüchen moderierte.

Noch einiges bekam der Pfarrer von den "Stammtischlern" ab, bevor er selbst "in die Bütt" stieg, wo er als Putzfrau verkleidet Lebensweisheiten verbreitete. So zum Beispiel, dass das Vorspiel in der Kirche was anderes ist, als das zu Hause! Von der Tanzgruppe "Die Dettelchen" wurde das Faschingsprinzenpaar mit dem Elferrat der Dettelbacher Karnevalsgesellschaft DeKaGe hereingeführt, von denen die Stimmung mit angeheizt wurde.

"Schorsch der Hausmeister" ( Achim Beck aus Bibergau) erklärte unter dem Gejohle des Publikum die Bedienung eines elektrischen Wasserklosettes, wo er die Männern ermahnte "blos die Finger von der "Ladytaste" zu lassen!" Der Protokoller vom Bundestag ( Doris Horner/ Brück) nahm die aktuelle Zeitgeschichte aufs Korn und Elisabeth Rost mit Paul Hartmann ( Dettelbach) hatten einfach nur "ein saudummes Geschmarr" vom Alltagsleben drauf, bis dann mit Marianne Schilling ( Schnepfenbach) ein "XXL-Top-Model" auf die Bühne kam, deren "Rubensfigur" von Karl Lagerfeld entdeckt wurde.

Phantastische Tanzeinlagen präsentierten zwischendurch die Dettelbacher Tanzgruppen "Muskatzinchen" und "Ortegas" sowie Emilia Hardt mit einer Solo-Tanzeinlage vom Feinsten. Mit Peter Gräb (Dettelbach) kam der Weingott "Bacchus" auf die Bühne, der das Narrenvolk fragte, was Politik und Wein gemeinsam haben: nämlich dass man erst hinterher merkt was für Flaschen man gewählt hat! Auch das Rote Kreuz und die Feuerwehr kamen zum Zuge. Josef Kuhn ( Schnepfenbach) berichtete von dem Beginn seiner Sanitätsausbildung, wo er einen Patienten "rektal" zu ernähren versuchte.

Feuerwehrmann Bernd Rüthling (Fahr) dagegen hatte bei der Feuerwehr keine Lust zum Löschen. Er ließ sich als Trompeter ausbilden und spielte über eine verrostete Trompete die erlernten Signale, wobei sich der Kapellmeister Roland Gast von den Dettelbachern Musikanten die Haare raufte. Die Herzen der Damen vom Katholischen Frauenbund schlugen höher, als das Biebergauer Männerballett einmarschierte. Die muskelbepackten Männer zeigten eine Showeinlage nach der anderen und lösten regelrechte Jubelstürme bei den weiblichen Besuchern aus.

Bis weit nach Mitternacht wurde im vollbesetzten Saal gefeiert und Steffen Drescher, der Sitzungspräsident der DeKaGe, äußerte den leisen Wunsch "dass man im nächsten Jahr gemeinsam den Fasching feiern könnte. Mit einer Prunksitzung. Wie früher, in der Maintalhalle!"

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