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PRICHSENSTADT

Pfaffenhütchen und Speierling blühen bald auf Prichsenstadts Flur

Eine solch große Pflanzaktion gab es bei der Ortsgruppen Wiesentheid/ Prichsenstadt/Geiselwind des Bund Naturschutz noch nie. 75 Leute halfen freiwillig.
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30 Schüler der Grundschule Prichsenstadt packten mit an und unterstützen mit vollem Einsatz die Erwachsenen bei der Pflanzaktion der Ortgruppe Wiesentheid des Bund Naturschutz. Foto: Foto: Sabine Berthold
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Eine solch große Pflanzaktion gab es bei der Ortsgruppen Wiesentheid/ Prichsenstadt/ Geiselwind des Bund Naturschutz noch nie. Zwar wurden in den vergangenen Jahren bereits mehrere hundert Bäume und Sträucher gepflanzt, aber 20 standortgerechte Bäume und 245 einheimische Sträucher auf einmal zu setzten, das gab es noch nie. Doch mit der Beteiligung von 45 freiwilligen Helfern und der weiteren Unterstützung von 30 Schülern der Grundschule Prichsenstadt war die Aktion am Samstagvormittag bei bestem Pflanzwetter bereits nach zwei Stunden erledigt.

Steinhaufen für Kriechtiere als Ergänzung

Das Grundstück für die neue Hecke stellte die Familie Schöpfel zur Verfügung. Den Pflanzplan für die diverse Sträucher wie Pfaffenhütchen, Haselnuss, Salweide, Schlehen und die Bäume wie zum Beispiel Walnuss, Feldahorn oder Speierling, die auch in der heimischen Flora vorkommen, koordinierte der BN-Vorsitzende Norbert Schneider. Dabei achtete er nicht nur auf die sinnvolle Anordnung nach Höhe und Breite, sondern auch darauf, dass die neue Hecke zum Lebensraum für heimische Insekten und Vögel wird. Sitzstangen für Greife und Steinhaufen für Kriechtiere vervollständigen die Anlage. Nach einigen Jahren des Wachstums dient die Hecke dann auch dem Windschutz und fördert das Kleinklima.

Und natürlich wird alles herrlich blühen, was den stellvertretenden Bürgermeister Martin Ebert als Vertreter der Stadt Prichsenstadt besonders freute, liegt doch die neue Pflanzung entlang eines ausgewiesenen Wanderweges am westlichen Stadtrand.

Teilnahme an Wettbewerb mit dem Projekt

Für die Schüler der Grundschule Prichsenstadt hat diese Hecke einen pädagogischen Wert. 30 von ihnen hatten mit angepackt und mit Schaufel, Eimer und Rechen bewaffnet bei der Pflanzung tatkräftig mitgewirkt. Die Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit können hier praxisnah behandelt werden und die Schüler werden später mit Stolz die Entwicklung und das Leben in ihrer Hecke genau beobachten. Mit diesem Projekt will sich die Schule bei dem derzeit laufenden Wettbewerb „Umweltschule in Europa/ internationale Nachhaltigkeitsschule“ beteiligen, der vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern koordiniert und vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert wird.

Als Unterstützung des Natur- und Artenschutzes sowie der Landschaftspflege wurde die Aktion zu 70 Prozent finanziell unterstützt durch die Regierung von Unterfranken, den Rest finanzierte die Ortsgruppe aus eigenen Geldern. Die Brotzeit für die Helfer nach getaner Arbeit stifteten die Prichsenstädter Metzger.

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