MAINBERNHEIM

Peter Kraus will auf den Chefsessel

Es herrschte eine entspannte Vorfreude im evangelischen Gemeindehaus in Mainbernheim, als die Freie Wählergemeinschaft (FWG) am Montag ihren Bürgermeisterkandidaten und die Bewerber für die 14 Plätze im Stadtrat nominierte.
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Nominiert: Peter Kraus (Freie Wähler) will Bürgermeister von Mainbernheim werden. Foto: Foto: Barbara Wachter
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Es herrschte eine entspannte Vorfreude im evangelischen Gemeindehaus in Mainbernheim, als die Freie Wählergemeinschaft (FWG) am Montag ihren Bürgermeisterkandidaten und die Bewerber für die 14 Plätze im Stadtrat nominierte. Alle 41 Wahlberechtigten stimmten für den derzeitigen Fraktionschef Peter Kraus, und sie votierten auch einstimmig für die 28-köpfige Liste der Stadtratskandidaten.

Kraus tritt nun gegen Oskar Münzer an, der bereits von der SPD nominiert worden ist. Bekanntlich verzichtet die CSU auf einen eigenen Kandidaten als Nachfolger des amtierenden Bürgermeisters Karl Wolf, der nach drei Wahlperioden nicht mehr antritt. „Das kommunalpolitische Karussell nimmt langsam Fahrt auf“, hatte Rainer Saueracker, Ortsvorsitzender der Freien Wähler, bereits in seiner Begrüßung gesagt. Vor dem Gegenkandidaten müssten die Freien Wähler keine Angst haben, „in Kraus haben wir die erste und die beste Wahl getroffen“.

„Ein Bürgermeister muss nicht unbedingt aus der Verwaltung kommen. Wenn er aber Ahnung von der Arbeit einer Verwaltung hat, ist das ein Vorteil für die Kommune“, sagte Peter Kraus bei seiner Vorstellung. Als Geschäftsstellenleiter der VG Wiesentheid kenne er sich bestens in allen Fragen rund um eine Verwaltung aus, „ich kenne die ganze Palette kommunaler Aufgaben“. Kaufmännisches und wirtschaftliches Denken gehöre zu seinem beruflichen Alltag, sagte er und verwies darauf, dass die Wiesentheider VG „im weiten Umkreis die günstigsten Verwaltungskosten hat“. Die Verwaltung sei für ihn ein Dienstleister, der Bürger ein Kunde, beschrieb Kraus sein Credo.

Als Bürgermeister will der Kandidat Mainbernheim lebenswerter machen, neue Ideen einbringen und die Attraktivität der Stadt steigern. „Viele Projekte sind schon angepackt, vieles wartet auf uns. Unser historisches Städtchen ist ein Erbe, das wir gut behandeln müssen“, sagte er. Um noch mehr Leerstände zu verhindern, „bedarf es der Mithilfe aller Beteiligten“. Den Grundsatz des Alt-Bürgermeisters von Wiesentheid, Walter Hahn, habe er zu seinem eigenen gemacht: „Ich werde ohne Ansehen der Person entscheiden, mit gleichem Maß messen und bei Entscheidungen nicht an die nächste Wahl denken.“

„Wir haben eine gute Mannschaft aufgestellt“, befand Rainer Saueracker über die Stadtratskandidaten, die er im Fußballer-Jargon lobte: „Für unsere Gegner sind wir mit dem Mannschaftsführer Kraus und den Kandidaten eine Hammermannschaft und ein schwerer Gegner.“

Die Stadtratskandidaten der Freien Wählergemeinschaft in der Reihenfolge ihrer Platzierung: Peter Kraus, Birgit Hagenauer, Roland Scholler, Erwin Reidelbach, Petra Haas-Weiglein, René Schättler, Marco Pavel, Johannes Zäh, Silke Lang, Martin Reinhart, Rainer Saueracker, Norbert Ebner, Heinz Hagenauer, Kerstin Hartlieb, Jürgen Bahr, Kurt Lechner, Andrea Saueracker, Armin Sperlich, Tanja Oswald, Norbert Müller, Thilo Hartlieb, Wolfgang Swars, Christine Höhn-Rahn, Peter Wagner, Rolf Sander, Sigrid Emmel, Jürgen Kraus und Hans Ott. Ersatzbewerber: Melanie Jäger und Frank Wegmann.

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