Kitzingen

Parteitag: SPD Schweinfurt/Kitzingen diskutiert Klimapolitik

Zu einem Parteitag mit dem Schwerpunktthema "Klimapolitik" hatte die SPD Schweinfurt/Kitzingen ihre Delegierten und Mitglieder ins Schwebheimer Bürgerhaus eingeladen. Laut einer Pressemitteilung der Partei stellte Vorsitzender Markus Hümpfer zum Waldbrand jüngst in Mecklenburg-Vorpommern fest: "Der Klimawandel mit langanhaltenden Hitzeperioden, Trockenheit und der damit verbundenen Wasserknappheit ist bei uns angekommen."
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Das Foto zeigt (von links) Hans Fischer, Eva-Maria Weimann und Markus Hümpfer beim Parteitag der SPD in Schwebheim. Foto: Siegfried Thomas

Zu einem Parteitag mit dem Schwerpunktthema "Klimapolitik" hatte die SPD Schweinfurt/Kitzingen ihre Delegierten und Mitglieder ins Schwebheimer Bürgerhaus eingeladen. Laut einer Pressemitteilung der Partei stellte Vorsitzender Markus Hümpfer zum Waldbrand jüngst in Mecklenburg-Vorpommern fest: "Der Klimawandel mit langanhaltenden Hitzeperioden, Trockenheit und der damit verbundenen Wasserknappheit ist bei uns angekommen."

Dem pflichtete der Vertreter von Fridays for Future Schweinfurt, Elias Bretschner, bei, der als Gesprächspartner eingeladen war.  Der 17-jährige Schüler spielt einmal pro Woche nach dem Unterricht am Verkehrskreisel in Bergrheinfeld Gitarre gegen den Klimawandel. Er freut sich laut der Pressemitteilung, dass, seit Greta Thunberg vor gut einem halben Jahr die Organisation ins Leben gerufen hat, hunderttausende, meist junge Menschen, in der ganzen Welt für einen Klimawandel demonstriert hätten. "Wir demonstrieren in Schweinfurt auch alle zwei Wochen am Freitag, aber nach der Schule und zeigen damit wie wichtig uns die Sache ist", wird Bretschner zitiert. Die jungen Leute wollten deutlich machen, wie der Klimawandel eingeleitet werden kann. Ganz wichtig sei hier der Kohleausstieg 2030 sowie der Ausbau regenerativer Energien, die Bürger auch selbst erzeugen könnten.

Hans Fischer, Kreisrat und ehemaliger Schwebheimer Bürgermeister, unterstützte Bretschner: "Gut, dass die Jugend ihre Zukunft einfordert." Fischer erinnerte an die Prognosen der 60er Jahre, die nicht nur eingetroffen seien, sondern noch schlimmer geworden wären. "Wir müssen die jungen Leute unterstützen, denn wir haben versagt", appellierte Fischer an Delegierte und Gäste.

Der Parteitag verabschiedete einige Anträge. Der Leitantrag "Klimawandel stoppen – Pariser Abkommen einhalten" fordert, dass die Netto-Null beim Ausstoß von Treibhausgasen bis 2035, der Kohleausstieg bis 2030 und hundertprozentige erneuerbare Energieversorgung erreicht werden. Bis Ende des Jahres sollen die Subventionen der fossilen Energieträger beendet werden, ein Viertel der Kohlekraftwerke abgeschaltet sein und eine Steuer auf Treibhausgas-Emissionen erhoben werden. Damit schloss sich die SPD Schweinfurt/Kitzingen den Forderungen von "Fridays for Future" an, teilt sie mit.

Ein weiterer Antrag forderte eine grundlegende Neuausrichtung der Parteiarbeit mit mehr Bürgernähe, einfacher Sprache, besserer Kommunikation, einer Vision zur Gestaltung des wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Wandels und einer effektiven Klimapolitik.

Der Antrag des Ortsvereins Marktbreit, SPD-Logos auf Wahlplakaten zu vergrößern, und der Antrag der Ortsvereine Marktbreit und Obernbreit, "Klimaschutz – wo ist die SPD?", welcher Friday-Demos, wie sie seit einiger Zeit in Marktbreit stattfinden, in der ganzen Region Schweinfurt/Kitzingen anzustoßen will, wurden mit großer Mehrheit angenommen.

Einstimmig wurde laut Pressemitteilung die Satzung ergänzt: Diese lässt nun ausdrücklich zu, dass auch Nichtmitglieder bei den Kommunalwahlen kandidieren können.

Die Delegierten verfassten eine Resolution, welcher die undemokratische Nominierungsvorgang von Ursula von der Leyen als Kommissionspräsidentin ablehnt und die Position der Parteiführung und der SPD-Europaabgeordneten unterstützt.

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