MAINBERNHEIM

Parkplätze in der Berggasse

Ende Januar 2011 brannte eine Scheune in der Mainbernheimer Berggasse. Seitdem sind an der nördlichen Stadtmauer die Reste mit einem Absperrband gesichert. Die Stadt Mainbernheim will das Grundstück kaufen und dort eine Quartiersgarage mit sechs Stellplätzen errichten. Am Donnerstag entschied der Stadtrat über die Ausführung eines Planes des Büros Transform, allerdings nicht ohne Diskussion.
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Schandfleck: Die Stadt Mainbernheim will mithilfe von Fördergelder hier günstig Parkplätze bauen. Foto: Foto: Timo Lechner

Ende Januar 2011 brannte eine Scheune in der Mainbernheimer Berggasse. Seitdem sind an der nördlichen Stadtmauer die Reste mit einem Absperrband gesichert. Die Stadt Mainbernheim will das Grundstück kaufen und dort eine Quartiersgarage mit sechs Stellplätzen errichten. Am Donnerstag entschied der Stadtrat über die Ausführung eines Planes des Büros Transform, allerdings nicht ohne Diskussion.

Altstadtnahe Parkplätze zu schaffen, das ist eines der Dauerziele des Mainbernheimer Stadtrates. Das Bamberger Büro hatte drei Varianten vorgelegt, wie aus dem einstigen Brandplatz ein Ort für sechs Autos geschaffen werden könnte. Rainer Saueracker (Freie Wähler) merkte an, die Umgebung zwischen Stadtmauer und Turngarten sei dermaßen eng, dass sich viele Autos mit dem Rangieren schwer täten. Auch CSU-Stadtrat Christian Zimmermann hatte seine Bedenken und sah allenfalls vier Parkplätze. Auch wenn sich die Stadtverwaltung für die günstigste Variante ohne Dach aussprach, die wegen ihrer offenen Gestaltung als „Stadtbalkon“ bezeichnet wurde, würden sich die Kosten auf rund 125 000 Euro belaufen. Die beiden anderen Varianten mit Satteldach und Giebel hätten 75 000 Euro mehr gekostet.

Immerhin werde die Maßnahme zu 80 Prozent von der Regierung von Unterfranken gefördert. Mainbernheim müsste also lediglich etwa 25 000 Euro zuschießen, wenn die Mittel aus dem Struktur- und Härtefonds auch fließen. Dass diese kommen, wurde dem Bürgermeister bereits signalisiert. Zimmermann stellte dennoch die Frage, ob man seitens der Stadt künftig sämtlichen frei werdenden Grund kaufen wolle, um ihn in der Hoffnung auf Fördergelder hochwertig herzurichten. Dafür erntete der Stadtrat ein klares „Ja“ vom Bürgermeister. Dieser erwiderte, dass die Stadt dafür da sei, bauliche Missstände zu beseitigen und städtebauliche Verbesserungen anzustreben. Im Hinblick auf die Beseitigung eines weniger schönen Ecks und der einmalig hohen Förderquote bejahte Robert Finster (SPD) ebenfalls die Errichtung der Quartiersgarage. Herbert Friederich (CSU) regte an, den Eigentümer des angrenzenden Grundstücks zu fragen, ob dieser vielleicht ein Stück seiner Fläche an die Stadt verkaufe, um mehr Platz zu gewinnen. Am Ende einigte man sich bei einer Gegenstimme darauf, die Variante „Stadtbalkon“ in Angriff zu nehmen.

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