Kitzingen

Parkgebühr mit dem Smartphone bezahlen

Die Möglichkeiten eines Mobiltelefons nehmen zu: In vielen Städten kann man damit bereits das Parkticket bezahlen. Auch Kitzingen denkt darüber nach.
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Smartphone
Senior man using a smart phone outdoors

Die Möglichkeiten eines Mobiltelefons nehmen zu, so dass die einst im Mittelpunkt stehende Nutzung als Telefon mittlerweile nur noch eine von vielen Anwendungen darstellt. Mit den technischen Möglichkeiten des Handys befasste sich auch der Verwaltungs- und Bauausschuss der Stadt Kitzingen in seiner letzten Sitzung dieses Jahres am Donnerstag.

Zum Thema Handyparken informierte Frank Winterstein, Leiter des Kitzinger Ordnungsamts, die Ausschussmitglieder. Immer mehr Städte - in der näheren Umgebung beispielsweise Würzburg, Schweinfurt und Volkach, darüber hinaus auch in Bad Kissingen, Bad Neustadt, Bamberg und Nürnberg - führten die Möglichkeit ein, Parkgebühren auch bargeldlos mit dem Mobiltelefon zu bezahlen.

Winterstein stellte zwei Modelle vor: Die Kosten könnten einerseits durch die Stadt getragen, andererseits aber auf den Nutzer umgelegt werden. Während in Würzburg der Service durch einen Aufschlag auf das Parkticket finanziert wird und der Stadt dadurch kaum bis keine weiteren Kosten entstehen, trage in Volkach laut Winterstein die Stadt die Kosten. Für diesen Fall müsste die Stadt mit dem Betreiber einen prozentualen Anteil aushandeln, der unter anderem abhängig davon wäre, wie gut das Handyparken in Kitzingen genutzt werde. "Ein Modell, bei dem der Nutzer nichts mit den Kosten zu tun hat, wird erfahrungsgemäß besser angenommen", informierte Winterstein. Dann würden die Kosten aber das Budget der Verkehrsüberwachung belasten.

Vor der Auswahl eines Anbieters möchten die Stadträte mehr Informationen über die verschiedenen Systeme und die Möglichkeiten digitaler Parkraumbewirtschaftung erfahren. Peter Lorenz (UsW) regte an, sich für ein in Zukunft erweiterbares System zu entscheiden, so dass beispielsweise freie Stellplätze erfasst und diese an den Suchenden übermittelt werden könnten. Auch das Bezahlen in den städtischen Parkhäusern sollte sinnvollerweise enthalten sein. Zwei Anbieter hätten sich bislang bei der Stadt vorgestellt, nachdem deren Interesse bekanntgeworden sei. Nun soll der Beschluss, dass Kitzingen das Handyparken einführe, unter anderen mittels geeigneter Fachzeitschriften kommuniziert werden, um konkrete Angebote zu erhalten.

Zudem vergab der Ausschuss zwei weitere Aufträge auf dem Weg zum Neubau der Sporthalle an der Grund- und Mittelschule Kitzingen Siedlung. Die Metallfassade fertigt die Firma Woschko Winlite aus Weinsberg für rund 331.000 Euro. Da die Angebotssumme um mehr als 30 Prozent über den berechneten Kosten lag, gab es drei Gegenstimmen (8:3). Dachabdichtungsarbeiten leistet die Firma Kaidel aus Kitzingen für rund 157.000 Euro. Auch hier lag das Angebot um mehr als 20 Prozent über der Berechnung. Der Auftrag wurde einstimmig vergeben.



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