Volkach

Paradiesische Weinprobe unter freiem Himmel

Die fränkischen Biowinzer befinden sich weiter im Aufwind. Der Bund Fränkischer Ökowinzer und -weingüter e.V. hat mittlerweile 38 Weinbetriebe in seinen Reihen, Tendenz steigend.
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Traumhaftes Ambiente: Bei herrlichem Wetter probierten Besucher aus nah und fern im Obstgarten der Vogelsburg die Rebensäfte fränkischen Biowinzer.

Die fränkischen Biowinzer befinden sich weiter im Aufwind. Der Bund Fränkischer Ökowinzer und -weingüter e.V. hat mittlerweile 38 Weinbetriebe in seinen Reihen, Tendenz steigend. 28 dieser Ökoweingüter servierten ihre Produkte an Mariä Himmelfahrt im grünen Obstgarten der Vogelsburg. Die zwölfte Auflage der Weinpräsentation der fränkischen Ökowinzer nutzten viele Weinliebhaber zu einer abwechslungsreichen und informativen Bioweinprobe.

Klemens Rumpel, der Vorsitzende des Bunds Fränkischer Ökowinzer und -weingüter e.V. freute sich über die gute Resonanz. „Unsere Betriebe bewirtschaften heute knapp 300 Hektar Weinbergsfläche in Franken biologisch“, sagte er. „Das sind etwa fünf Prozent der gesamten Anbaufläche für Wein“, so Rumpel. Vor 27 Jahren begann der Bund Fränkischer Ökowinzer mit 17 Betrieben. Die Anzahl der Mitgliedswinzer hat sich mehr als verdoppelt wie die ausstellenden Weingüter auf der Vogelsburg. Bei der Premiere vor zwölf Jahren waren 13 Weingüter an der Öko-Weinpräsentation hoch über dem Altmain beteiligt.

Dass die Bioverkostung auf der Vogelsburg stattfindet, freute die Fränkische Weinkönigin Klara Zehnder (Randersacker) ganz besonders. „Hier ist die Wiege des Ökoweinanbaus. Die Präsentation führt zurück zu den Wurzeln und schließt den Kreis“, war die Weinhoheit beim Rundgang mit ihrem Vater begeistert. Sie war gerade von einem dienstlichen Frankreich-Aufenthalt zurückgekehrt und hatte deshalb auch das 70. Fränkische Weinfest in Volkach nicht besuchen können. Klara Zehnder genoss die entspannte Atomsphäre auf dem Areal unter Zwetschgen- und Apfelbäumen. „Und ich habe schon sehr gute Weine probiert“, lobte sie die Arbeit der Öko-Kellermeister.

Während sich die Schwestern auf der Vogelsburg zur Ruhe gesetzt haben, geht es mit dem biologischen Weinanbau in Franken weiter aufwärts. Die Winzer hatten laut Rumpel in den vergangenen Monaten kaum Probleme mit Pilzerkrankungen der Reben. Lediglich der echte Mehltau sei in manchen Weinbergen aufgetreten, erläuterte Rumpel. Mit Hydrogen-Carbonat (Backpulver) würden die Biowinzer des Mehltaus aber Herr.

Die Ernteprognosen für die anstehende Weinlese bezeichnet Rumpel als „gut“. Zu viel „Wasser von oben“ sei jetzt nicht mehr von Vorteil. „Zu viel Regen würde nicht für mehr Qualität sorgen.“ Besonders freute es den Vorsitzenden des Bunds Fränkischer Ökowinzer, dass immer mehr Jungwinzer die Bioschiene fahren. Und auch unter den interessierten Öko-Weinliebhabern seien immer mehr junge Menschen.



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