Kitzingen

Papiertheater: Chaos in der Villa Hohenbühl

Gabriele Brunsch steht in ihrem Atelier in Obernbreit und erzählt von ihrem neuen Stück. Dabei strahlt sie eine Begeisterung aus, die ansteckend ist.
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Gabriele Brunsch vom Papiertheater in Kitzingen, hier in ihrem Atelier in Obernbreit. Sie steht vor einem Bühnenbild ihres neuen Stücks "Das Geheimnis des Gartens", das sie zu den Kitzinger Gartenzeichen 2018 aufführt. Premiere ist am 22. Juni 2018.

Gabriele Brunsch steht in ihrem Atelier in Obernbreit und erzählt von ihrem neuen Stück. Dabei strahlt sie eine Begeisterung aus, die ansteckend ist. Zwischen filigranen Bühnenbildern und den über Jahre angesammelten Utensilien für das Papiertheater Kitzingen arbeitet sie noch an den letzten Figuren für „Das Geheimnis des Gartens“.

Anlässlich der Veranstaltung Kulturzeichen im Kitzinger Land, die in diesem Jahr das Thema Garten haben, hat sich Brunsch ein neues Stück einfallen lassen, das sie als „frech-frivole Komödie“ bezeichnet. Ihre Bühnenbilder sind kaum größer als ein Zeitungsblatt, die Figuren sind entsprechend fein gearbeitet und werden von Brunsch über Stäbe bewegt.

Herrschaftliches Anwesen im Jahre 1921

„Das Geheimnis des Gartens“ spielt im Jahr 1921 in einem herrschaftlichen Anwesen, der Villa Hohenbühl. Der Hausherr, Prof. Dr. von Hohenbühl, arbeitet gerade an seinem neuen Buch. Das dreht sich um Heilkräuter und dazu möchte er seinen Garten umgestalten lassen. Für emotionale Verwirrung beim Hauspersonal und bei der Tochter des Professors sorgen der schöne Gärtner und sein Sohn. Hinzu kommt die exzentrische Ehefrau von Herrn von Hohenbühl und perfekt ist das Chaos. . .

Live-Musik mit Harfenklängen

„Alle meine Figuren sind Charakterköpfe“, sagt Brunsch. Da die Papierfiguren sehr klein seien, überzeichne sie die Charaktere, damit zusätzlich zu der optischen Darstellung noch die Visualisierung im Kopf der Zuschauer komme. „Es kamen schon Gäste nach der Vorstellung zu mir und sagten, sie hätten gesehen, wie die Figuren tatsächlich sprechen“, so Brunsch. Das passiere nur in den Köpfen der Menschen – und das sei die „Magie des Papiertheaters“. Fünf verschiedene Bühnenbilder hat Brunsch für ihr neues Stück in vier Akten entworfen. Besonders das Hörspiel mit dem eingesprochenen Text, der während der Vorstellung läuft, hat sie viel Zeit gekostet. Zusätzlich gibt es Live-Musik von Julia Rosenberger, die auf der Harfe spielt. Mit Rosenberger hat Brunsch bereits bei anderen Stücken zusammengearbeitet. Neun Leute haben ihr bei der Vorbereitung des Stücks geholfen und unter anderem ihre Stimme zur Verfügung gestellt. Bei der Aufführung steht Brunsch jedoch ganz alleine hinter der Bühne und bewegt im Hintergrund die Papierfiguren, wechselt die Kulissen und kümmert sich um Licht und Ton.

Die Premiere von „Das Geheimnis des Gartens“ ist am Freitag, 22. Juni, um 19 Uhr im Papiertheater in Kitzingen, Grabkirchgasse 4. Weitere Vorstellungen: 23., 24., 29., 30. Juni und 1. Juli. Karten kosten für Erwachsene 20 Euro, ermäßigt 12. Das Stück dauert circa eine Stunde und ist für die Besucher ab zwölf Jahren. Anmeldung unter Tel. (0 93 32) 86 92 oder unter: www.papiertheater-kitzingen.de



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