KRAUTHEIM

Ortsdurchfahrt bleibt in der Warteschleife

Die Menschen im Volkacher Ortsteil Krautheim warten sehnlich auf die Neugestaltung ihrer Ortsdurchfahrt. Beim Wunsch auf ein schöneres Dorf und mehr Sicherheit für Fußgänger müssen die Einwohner jedoch Geduld mitbringen. Die Planung ist noch nicht fertig. Frühestens Mitte des kommenden Jahres sollen die Bagger anrollen. 2017 soll die Straße ausgebaut werden. Gut 50 Krautheimer informierten sich in der Bürgerversammlung am Freitagabend im Gemeinschaftshaus über den Stand der Dinge.
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Engstelle wird beseitigt: Durch den Abriss dieses Gebäudes (Landstraße 26) soll die gefährliche S-Kurve in der Ortsdurchfahrt von Krautheim entschärft werden. Foto: Foto: Peter Pfannes

Die Menschen im Volkacher Ortsteil Krautheim warten sehnlich auf die Neugestaltung ihrer Ortsdurchfahrt. Beim Wunsch auf ein schöneres Dorf und mehr Sicherheit für Fußgänger müssen die Einwohner jedoch Geduld mitbringen. Die Planung ist noch nicht fertig. Frühestens Mitte des kommenden Jahres sollen die Bagger anrollen. 2017 soll die Straße ausgebaut werden. Gut 50 Krautheimer informierten sich in der Bürgerversammlung am Freitagabend im Gemeinschaftshaus über den Stand der Dinge.

Laut Bürgermeister Peter Kornell wollen das Staatliche Bauamt Würzburg und die Stadt Volkach das Projekt gemeinsam stemmen. Die Stadt sei Träger der Maßnahme und rechne mit der Behörde alle Kosten ab, die mit der erneuerten Staatsstraße zu tun haben. Die Landstraße sei in einem bedauerlich schlechten Zustand. Gerade im Begegnungsverkehr mit Schwerlastfahrzeugen bestehe im Kurvenbereich enormes Gefahrenpotential.

Planer Dietmar Rohmfeld vom Ingenieurbüro Röschert stellte erste Skizzen und Überlegungen vor, in die er die Ideen eines örtlichen Arbeitskreises eingearbeitet hatte. An beiden Ortseinfahrten sollen Fahrbahnteiler installiert werden, die den fließenden Verkehr verlangsamen sowie Fußgängern und Radfahrern das Überqueren der Staatsstraße erleichtern sollen. Die einzelnen Fahrstreifen werden 3,75 Meter breit.

Am Ortseingang, von Obervolkach kommend, soll eine Baumallee an der rechten Fahrbahnseite gepflanzt werden. Der Einmündungsbereich der Kreisstraße 37, von Zeilitzheim kommend, soll verbessert werden. Grunderwerb wäre hier erforderlich. Die S-Kurve in der Ortsdurchfahrt soll großzügig ausgebaut werden, um Unfallgefahren einzudämmen. Zu diesem Zweck wurde das Wohngebäude mit der Hausnummer 28 (Anwesen Söllner) bereits abgerissen. Das Nachbargebäude mit der Nummer 26 (Anwesen Voit) soll noch entfernt werden, um die Engstelle zu entschärfen.

Nach dem Abbruch des Gebäudes soll auf der freien Fläche ein Platz als kleiner Dorf-Hof entstehen. Die Stadt will einen Antrag auf Förderung stellen. Ein vorzeitiger Baubeginn ist nicht möglich, deshalb muss mit dem Abriss gewartet werden, so Kornell.

Im Bereich der Brauerei Düll wird eine Engstelle mit Einbahnverkehr (Breite 3,75 Meter) den Verkehr beruhigen. Im Zuge des Straßenneubaus soll ein großdimensioniertes Abwasserrohr, das über 40 Jahre alt und marode ist, zwischen der Einmündung der Straße „Am Weidach“ und der Brauerei Düll in offener Bauweise ausgewechselt werden. Die Hausanschlüsse werden erneuert, auch beim Fernwasser. Weil das Projekt noch auf sich warten lässt, meinte Harald Elflein: „Das zieht sich ja ewig hin. Die Straße sollte doch längst schon erneuert sein.“ Er sprach den Krautheimern aus der Seele.

Abriss des Pfarrhauses gewünscht

Weiteres Thema des Bürgertreffs war die Zukunft des „verwaisten“ Pfarrhauses. Bürgermeister Kornell betonte, dass die Stadt das Gebäude, das sich im Eigentum der Kirchenverwaltung befindet, nicht kaufen werde. Er verwies auf die Möglichkeit, das Anwesen in den Ausbau der Ortsdurchfahrt zu integrieren. Bei einem Abriss könnte man dort eine Platzgestaltung vornehmen. Er könnte sich vorstellen, in Zusammenarbeit mit dem Amt für ländliche Entwicklung ein Dorfprojekt zu starten.

Eine weitere Möglichkeit sei es, Flüchtlinge aufzunehmen. Pfarrer Georg Salzbrenner erklärte, man habe im Kirchenvorstand beraten und zwei Möglichkeiten gefunden: Abriss des Gebäudes oder Unterbringung von Flüchtlingen. Weil die Kirchengemeinde keine freien finanziellen Kapazitäten für eine Sanierung des Gebäudes habe, komme nur ein Abriss in Frage, so der Seelsorger. Bei der Abstimmung, ob Abriss oder Sanierung, befürworteten die Anwesenden bei nur einer Gegenstimme den Abbruch des Pfarrhauses.

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