LANDKREIS KITZINGEN

Opferfest und der Tierschutz

Zwischen dem 4. und 7. Oktober 2014 wird das islamische Opferfest Kurban Bayram gefeiert. Traditionell werden dafür Schafe geschlachtet, was zu Problemen mit dem Tierschutz führen kann.
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Landkreis Kitzingen
Landkreis Kitzingen Foto: Eo

Zwischen dem 4. und 7. Oktober 2014 wird das islamische Opferfest Kurban Bayram gefeiert. Traditionell werden dafür Schafe geschlachtet, was zu Problemen mit dem Tierschutz führen kann.

Darauf hat jetzt das Landratsamt Kitzingen hingewiesen und auf die Einhaltung der geltenden Regeln verwiesen. Das ursprüngliche rituelle Schlachten der „Opfertiere“ steht danach nicht im Einklang mit dem deutschen Tierschutzgesetz und den Hygieneverordnungen. Daher habe man sich in der Vergangenheit um Lösungen bemüht, die es den muslimischen Mitbürgern erlauben, ihrer Tradition zu folgen, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.

Die Schlachtung der Schafe für das Opferfest könne keine Hausschlachtung sein, da das Fleisch nicht im Haushalt der Auftraggeber gänzlich verwendet werde, so die Mitteilung. Die Schlachtung dürfe nur in einem EU-zugelassenen Schlachthof für Schafe erfolgen. Im Landkreis und in den Nachbarlandkreisen gebe es mehrere solche Betriebe. Eine Beteiligung der muslimischen Mitbürger an der Schlachtung der Tiere könne unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen werden. Das traditionelle Entbluten der Tiere dürfe nur nach vorheriger Betäubung erfolgen. Die Elektrobetäubung sei eine Art Narkose, bei der die Tiere kein Schmerzempfinden haben. Durch die Elek-trobetäubung würden die Tiere nicht getötet. Der Tod trete erst mit dem Entbluten ein. Das Landratsamt Kitzingen bittet alle Beteiligten um die Einhaltung der Regeln und betont, dass Verstöße gegen das Tierschutzgesetz nicht akzeptiert würden. Maßgebliche Verstöße führten zur Verwehrung von beantragten Sachkundebescheinigungen.

Weitere Fragen: Veterinäramt Kitzingen Tel. (0 93 21) 92 83 403.

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