Kitzingen

Onkel Willi unterwegs

Kitzingen, der Weihnachtsmarkt: ein Höhepunkt zu Winterbeginn 2015. Themen für Onkel Willi, der als Gästeführer seine Meinung dazu hat.
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Willi Hertlein, alias Onkel Willi. Foto: Foto: Hilmar Hopfengart

Kitzingen, der Weihnachtsmarkt: ein Höhepunkt zu Winterbeginn 2015. Wer den gesehen hat, der kann doch wahrlich nicht behaupten, dass der hinter anderen zurückstand. Geschätzte 95 Prozent der Besucher waren froh gestimmt und begeistert. Na ja, da darf auch mal ein Leserbrief einen anderen Tenor haben.

Jedenfalls habe ich als Gästeführer nach Einbruch der Dunkelheit fast keine Gruppe zeitsparend über den Markt gebracht, weil alle Teilnehmer sich da länger aufhalten wollten. Und die alte Brücke mit ihrer Dekoration und Beleuchtung löste Entzücken und Begeisterung aus. Ein schöner Eingang in die Altstadt, der viele Gäste verzauberte.

In der Fußgängerzone wird es allerdings zu mancher Zeit für Besucher immer gefährlicher. Im Dunklen erlebt man Radfahrer ohne Licht, die immer öfter wie Kamikaze-Flieger zwischen den Fußgängern durchrasen. Erfreulich, dass es bisher fast immer beiden Gruppen ohne größere Schäden überlebt haben. – Aber wie lange noch?

Stadtführungen im Dunkel bringen übrigens manches viel stärker in den Blickpunkt als Tageslicht. Sollten wir vielleicht auch eine Kitzinger Nachtwanderung anbieten?

Schmunzelnd betrachte ich immer ein altes Fahrradschloss, fest angebracht an einem Verkehrszeichen in der Kaiserstraße. Nun bin ich erst 16 Jahre hier. Aber dieses vergessene Schloss mindestens genauso lang. Ich sah schon morgens Brötchen besorgende Kitzinger, die über diese Fußangel stolperten und alle Tüteninhalte auf den Bürgersteig entleerten. Kann man so etwas nicht endlich entfernen? Gemeldet habe ich dieses Kleindilemma schon vor Jahren dem Herrn Oberbürgermeister anlässlich seiner Sprechstunde. Er füllte darüber ein Formular aus. Wo das geblieben ist, weiß ich allerdings nicht.

Unser Oberbürgermeister hat ja wirklich in den vergangenen Jahren viele Probleme auf dem Tisch gehabt, die kaum öffentlichkeitswirksam zur Zeit der Verhandlungen und Vorbereitungen waren. Aber jetzt hat er uns Bürgern doch zu Weihnachten wirklich einige Geschenke präsentieren können.

Ob es um die Weiterentwicklung im Bereich der Marshall Heights oder des Bürgerbräuprojektes mit neuen Wohnungen im Innenstadtbereich geht: Da müssen meist dicke Bretter gebohrt werden und die erfordern Geduld, wenig Öffentlichkeit in der Vorbereitung, aber am Ende sind sie für unsere Stadt hilfreiche Entwicklungen. Und da wird klar, kurz vor Weihnachten: schöne Erfolge, schöne Geschenke aus dem Rathaus.

Als Gästeführer spaziert Willi Hertlein – auch bekannt als Onkel Willi – mit Besuchergruppen durch Kitzingen. Was ihm da so alles auffällt, erzählt er in loser Folge an dieser Stelle.

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