KITZINGEN

Ohne Schulden und weniger Umlage

Gleich dreifacher Grund zur Freude bei den Räten der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Kitzingen (VG): Der Haushalt 2016 konnte schon in diesem Jahr verabschiedet werden; die VG ist am Ende des Jahres 2015 schuldenfrei; die VG-Umlage für die Mitgliedsgemeinden sinkt um knappe zehn Prozent auf gut 130 Euro pro Einwohner.
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Es läuft rund: Die Verwaltungsgemeinschaft Kitzingen ist seit ein paar Jahren in der Friedrich-Ebert-Straße in Kitzingen untergebracht. Jetzt wird überlegt, eine Solaranlage auf dem Dach des Gebäudes zu installieren und ein Nebengebäude zu vermieten. ArchivfOTO: Siegfried Sebelka

Gleich dreifacher Grund zur Freude bei den Räten der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Kitzingen (VG): Der Haushalt 2016 konnte schon in diesem Jahr verabschiedet werden; die VG ist am Ende des Jahres 2015 schuldenfrei; die VG-Umlage für die Mitgliedsgemeinden sinkt um knappe zehn Prozent auf gut 130 Euro pro Einwohner.

Einziger Wermutstropfen des Vorberichts zum Haushalt 2016 von Kämmerer Michael Schmitt: Die Einwohnerzahlen in der Verwaltungsgemeinschaft Kitzingen sind rückläufig. Dem Etat lagen die Zahlen vom 30. Juni 2014 zu Grunde – im Vergleich zum 31. Dezember 2013, also nur einem halben Jahr, sank die Einwohnerzahl um 72 auf 7812.

Umlage sinkt

Dass nun trotzdem die VG-Umlage, also der durch sonstige Einnahmen nicht gedeckte Bedarf, der von den Mitgliedsgemeinden auszugleichen ist, sinkt, ist der Schuldenfreiheit zu verdanken: Da weder Zins noch Tilgung zu zahlen sind und somit auch der Gesamthaushalt niedriger ausfällt, können die rückläufigen Einwohnerzahlen kompensiert werden.

Hauptausgabeposten im Haushalt sind nach wie vor die Personalkosten, die mit gut 900 000 Euro knapp zwei Drittel des Verwaltungshaushaltes ausmachen. Dank der Schuldenfreiheit entfällt die Mindestzuführung, die für die Tilgung der Kredite nötig ist. Im Vergleich zum Verwaltungshaushalt in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro fällt der Vermögenshaushalt mit 155 000 Euro bescheiden aus.

Neben den üblichen Unterhaltsleistungen am Hauptgebäude der VG in der Friedrich-Ebert-Straße in Kitzingen ist es vor allem die Sanierung des an die Bismarckstraße grenzenden Nebengebäudes des Areals, die mit 100 000 Euro den Vermögenshaushalt bestimmt und auf die Gemeinschaftsvorsitzender Horst Reuther näher einging.

Dieses „Nebengebäude“ hat rund 200 Quadratmeter Fläche, umfasst zwei Etagen, einen großen Keller und ist bislang ungenutzt. Mehrere Mietinteressenten wurden in der VG bereits vorstellig, darunter die Kitzinger Tafel. Bislang kam aber kein Mietvertrag zustande. Damit im Falle einer Vermietung, die mindestens fünf Jahre dauern sollte, die nötigen Sanierungsarbeiten, wie Dachisolierung und ähnliches, gemacht werden können, sind die 100 000 Euro als Reserve im Haushalt, so Reuther. Auch dem Landratsamt wurde das Haus als Notunterkunft angeboten, doch versucht das Amt derzeit noch, Asylbewerber dezentral unterzubringen. „Das Schlimmste, was uns passieren kann ist, dass wir keinen Mieter finden – dann sind die 100 000 Euro übrig“, sagte Reuther.

Allerdings stünden die Mittel auch für einen Gedanken von Lorenz Hofmann zur Verfügung: Der beantragte, zu prüfen, ob nicht eine Solarstromanlage auf dem Dach des VG-Gebäudes Sinn mache. Denn Strom werde im Hause selber genügend benötigt. Der Antrag wird geprüft – der Haushalt einstimmig verabschiedet.

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