Sulzfeld

Offene Ganztagsschule startet mit provisorischer Lösung

Es steht fest, dass die Kitzinger St. Hedwig-Schule und mit ihr auch ihre Außenstelle der Sulzfelder Grundschule mit Beginn des kommenden Schuljahres eine Offene Ganztagsschule (OGS) wird. Doch kann die Betreuung der Schüler nach dem regulären Unterricht nicht sofort in erweiterten Räumlichkeiten stattfinden.
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Es steht fest, dass die Kitzinger St. Hedwig-Schule und mit ihr auch ihre Außenstelle der Sulzfelder Grundschule mit Beginn des kommenden Schuljahres eine Offene Ganztagsschule (OGS) wird. Doch kann die Betreuung der Schüler nach dem regulären Unterricht nicht sofort in erweiterten Räumlichkeiten stattfinden.

Denn dazu ist die Zeit zu kurz, da die Regierung von Unterfranken der Gemeinde mitgeteilt hat, dass das Förderverfahren für die staatlichen Zuschüsse noch mindestens drei Monate in Anspruch nimmt. Daher muss die OGS vorerst mit der provisorischen Lösung beginnen, was bedeutet, dass dafür Räume im Schulhaus und eine Räumlichkeit in Containerbauweise genutzt werden müssen und die Kinder wie bislang in der Mittagsbetreuung zum Essen ins Sportheim des Turn- und Sportvereins gehen müssen.

Die Regierung gab der Gemeinde vor, dass eine ausreichende Zahl von Kindern für die OGS schriftlich angemeldet sein muss und bei der räumlichen Gestaltung mit weiteren Containern die gesetzlichen Vorschriften wie für Raumgrößen, Raumhöhe oder belichteten Flächen einzuhalten sind.

Bürgermeister Gerhard Schenkel verdeutlichte den Ratsmitgliedern, dass der Gemeinde kaum etwas anderes übrig bleibe, als den zeitlichen Verzug des Ausbaus der Räumlichkeiten in Kauf zu nehmen. Denn die Gemeinde ist laut der Gemeindeordnung zu sparsamem Wirtschaften verpflichtet. Gerhard Schenkel schilderte, dass die Regierung förderfähige Kosten für die OGS von 434 000 Euro anerkannt hat. Bei einer Gesamtförderung von 60 Prozent aus zwei Töpfen der Kommunalen Finanzausgleichsmittel soll die Gemeinde einen Zuschussbetrag von 300 000 Euro bekommen. Bei dieser Konstellation entschied sich die Ratsrunde einstimmig dafür, das Förderverfahren einzuleiten.

Weitere Themen im Rat

Für eine private Gebäudesanierung am Anwesen Papiusgasse 1 wurden die Kosten auf 622 000 Euro geschätzt. Angesichts der hohen Kosten kommt der Bauwerber nicht nur in den Genuss des Kommunalen Förderprogramms der Gemeinde, sondern für das Anwesen aus dem 15. Jahrhundert gibt auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz Geld. In einer Einzelfall-Entscheidung beschloss der Gemeinderat für das Vorhaben einen höheren Zuschuss zu gewähren, was mit sich bringt, dass die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ihre Förderung ebenfalls erhöht.

Die Ratsrunde stimmte dem Gestaltungskonzept von Sanierungsplaner Franz Ullrich für den Gemeinde-Bauhof zu. Für die Umsetzung gibt es keinen festen Zeitplan, "wir werden eins nach dem anderen machen, so wie wir zeitlich Luft und Geld zur Verfügung haben", meinte der Bürgermeister.  

Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag, einen kleinen Erdbohrer zum Preis von 1180 Euro anzuschaffen, um den Feldgeschworenen die Arbeit zu erleichtern.

Die Mainstockheimer Künstlerin Melinda Hillion wird zum Sulzfelder Weinfest, wie schon im vergangenen Jahr, eine Streetart-Mal-Aktion machen und dazu sollen auch Wein-Führungen angeboten werden. Einem Antrag auf einen Zuschuss der Gemeinde zu der Aktion lehnte die Ratsrunde ab.

Der CC (Confrérie Culinaire)-Club kochender Männer in der Rhein-Main-Region, in dem auch Gerhard Schenkel Mitglied ist, feiert heuer sein so genanntes Provinzfest am 1. Juni in Sulzfeld, wie der Bürgermeister bekannt gab.

In der April-Sitzung hatte der Gemeinderat über ein Grundstück befunden, das in den Geltungsbereich der Gestaltungssatzung aufgenommen werden sollte. Jetzt musste Gerhard Schenkel einräumen, dass es sich dabei nicht nur um ein einziges Grundstück handelt, sondern es geht um mehrere Grundstücke. Dementsprechend gilt es, die Niederschrift für die April-Sitzung abzuändern.

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