BRÜNNAU

Ochsentour bei tropischer Hitze

Bei den tropischen Temperaturen brachte das kühle Bier den richtigen Schwung in den Umzug für die Brünnauer Kirchweihburschen. Nachdem das neue Ochsengespann noch zu jung ist, mussten sich auch dieses Jahr die Burschen kräftig in die Deichsel stemmen, um den Wagen mit den vier Kirchweihpredigern zu ziehen.
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Schwerstarbeit: Den Ochsenwagen müssen die Brünnauer Jugendlichen noch selber ziehen. Foto: Foto: Sabine Berthold
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Bei den tropischen Temperaturen brachte das kühle Bier den richtigen Schwung in den Umzug für die Brünnauer Kirchweihburschen. Nachdem das neue Ochsengespann noch zu jung ist, mussten sich auch dieses Jahr die Burschen kräftig in die Deichsel stemmen, um den Wagen mit den vier Kirchweihpredigern zu ziehen.

Die Kerwelieder sangen unterwegs zwei der vier Kirchweihprediger. Paul Platzöder und Max Geisel kamen zu der Musik der Kapelle aus Rauhenebrach nicht aus dem Takt. Am Wirtshaus angekommen, hörten die Gäste so manches Missgeschick, das Brünnauern in den vergangenen Monaten zugestoßen war. Matthias Reuther und Christoph Schmidt berichteten die Geschichten zu den Motivwagen und den Bildern, die die Brünnauer Jungs und Mädel gemalt und gezimmert hatten. Da wurde in Lülsfeld ein unbewachter Maibaum ein Opfer der Brünnauer und wurde kurzerhand gekappt. Viel zu erzählen gab es über die Feuerwehr, die bei Pumpen-Einsatz und Verkehrsregelung einige Macken davontrug. Die Renovierungsarbeiten am Wirtshaus sorgten für einigen Spott, vor allem ein mutmaßliches „Klodebakel“ in der umgebauten Toilette, das die Kirchweihprediger haarklein darlegten. Der Geburtstag der Wirtin war groß gefeiert worden, doch leider wollte das vorgesehene Kleid nicht so richtig passen, sodass sie einfach darin eingenäht wurde.

Auch davon berichteten die Kirchweihprediger: Der heiße Sommer machte einem Hobbygärtner zu schaffen. Der frisch angelegte Rollrasen musste bewässert werden und somit reichte das Brunnenwasser nicht mehr für seinen Pool, der in diesem Sommer leider trocken blieb. Natürlich waren auch Alkoholeskapaden einiger Brünnauer Anlass für die Reime aus der Feder der Kirchweihjugend geworden. Und damit sie im nächsten Jahr den Burschenwagen nicht wieder selber ziehen müssen, hofft die Dorfjugend, dass bald wieder „ein anständiges Ochsengespann vom Brünnauer Oberochsendomteur“ diese Arbeit übernehmen kann. Fritz Reuther, der jahrelang mit Ochsengespannen auf Gaudi-Touren und bei Festzügen in Brünnau und der Umgebung unterwegs war, ist gerade dabei, neue Ochsen einzugewöhnen.

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