Volkach

Obervolkachs Kindergarten wird eines der Großprojekte

Haushaltsberatungen im Volkacher Stadtrat: Für den Nachwuchs soll kräftig investiert werden. Bei der Atemschutzwerkstatt tritt das Gremium hingegen auf die Bremse.
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Erst haben Obervolkachs Kinder mit den Gaibachern die erneuerte Kläranlage hübsch gemacht, nun kommt ihr eigener Kindergarten an die Reihe: Viel Geld für die Erweiterung des Obervolkacher Kindergartens ist im Haushalt 2019 eingeplant. Foto: Moritz Maier
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So große Brocken wie die Sanierung des Hallenbads oder die Instandsetzung der Kläranlage hat Volkach zwar heuer nicht im Haushalt stehen, aber der geplante Vermögenshaushalt umfasst trotzdem knapp 6,2 Millionen Euro. Dazu zählen unter anderem Baumaßnahmen und der Kauf von Grundstücken für Baugebiete. Die laufenden Ausgaben wie Personalkosten oder die Kreisumlage soll der Verwaltungshaushalt mit einem Volumen von 18,1 Millionen Euro abdecken.

Bürgermeister Peter Kornell bezeichnete die in der Stadtratssitzung vorgestellten Zahlen als "Handlungsrahmen für unser Tun". Diesen Rahmen für 2019 hatte der Stadtrat wieder bei einem Zukunftsseminar, diesmal in Lichtenfels , erarbeitet. Gut vorbereitet von Kämmerer Werner Hübner, für den es der letzte Haushalt sein wird, da er in Ruhestand geht. Ihm werde man "eine kleine Träne nachweinen", sagte Kornell.

Atemschutzgeräte woanders warten lassen?

Die Haushaltsberatung am Montagabend verdeutlichte: Herausforderung für Volkach wird es erneut sein, den hohen Schuldenstand in Einklang zu bringen mit notwendigen Ausgaben. Eine neue Atemschutzwerkstatt für die Feuerwehr zählt laut dem Bürgermeister zum Beispiel nicht dazu. "Wäre da eine interkommunale Zusammenarbeit nicht sinnvoll?", fragte er in die Runde. Die dafür einst gedachten 100 000 Euro seien darum im Haushalt nicht eingeplant.

Vorgesehen ist darin hingegen der Erweiterungsbau für den Kindergarten Obervolkach. Die neuen Räume für drei Gruppen bezeichnete Kornell als "eines der nächsten Großprojekte an der Kinderbetreuungsfront". Rund 1,7 Millionen Euro will sich die Stadt das inklusive des Abbruchs maroder Gebäudeteile kosten lassen. Das sportliche Ziel laute: Im September 2020 möchte man mit dem Umbau fertig sein.

100 000 Euro für die Mainschleifenhalle

Für die Bodensanierung der Mainschleifenhalle sind 100 000 Euro eingeplant, auch wenn noch nicht klar sei, ob sie tatsächlich nötig wird. Weitere "wuchtige Investition", so Kornell, sei die Neugestaltung des Mainvorlands. Über zwei Millionen Euro sind dafür bis 2022 vorgesehen. Auch darum sollten sich so viele Bürger wie möglich bei einem Workshop im März einbringen, forderte der Bürgermeister auf.

Neben zwei Millionen Euro für den Flächenankauf für neue Baugebiete (sicher in Astheim, gute Aussichten in Volkach, schlechte in Obervolkach) soll es zudem in Krautheim heuer endlich losgehen mit der Gestaltung des Dorfplatzes und der Gehsteige.  Dafür ist im Haushalt ebenso Geld angedacht wie für die Dorferneuerung in Eichfeld (Baubeginn 2020). Insgesamt gehe man da von rund einer halben Million Euro für beide Projekte aus. Die höchste Summe bei den Kulturveranstaltungen ist mit 40 000 Euro für die Europatage der Musik   vorgeschlagen. Für die dreitägige Großveranstaltung von 28. bis 30. Juni werden aber noch Sponsoren gesucht, merkte Peter Kornell an. Zudem wies Heiko Bäuerlein (CSU) darauf hin, dass auch für Sofortmaßnahmen im maroden Freibad Geld vorgesehen sei.

Reden der Fraktionen zum Haushalt

In der kommenden Sitzung am 25. Februar halten die Vertreter der verschiedenen Fraktionen bzw. fraktionslose Stadträte ihre Reden zum Haushalt. Beschlossen werden soll dieser dann im Anschluss oder in der darauffolgenden Sitzung drei Wochen später.



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