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Kitzingen

OB-Stichwahl: Stefan Güntner will im Schlussspurt gewinnen

Der OB-Kandidat der Kitzinger CSU versucht sich kurz vor der Stichwahl auf wenige wesentliche Punkte zu beschränken. Er verrät, womit er die Wähler von sich überzeugen will.
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Stefan Güntner (CSU) will in der Stichwahl am Sonntag, 29. März, Obürgermeister von Kitzingen werden. Foto: Ilona Müller/IM Foto
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Ein Wahlkampf mit und unter den Bürgern findet nicht mehr statt. Die Werbung der Kandidaten hat sich ins Internet, in die sozialen Medien, auf Plakatwände und Anzeigen konzentriert. In Corona-Zeiten ist vieles anders als normal. Immerhin hat Stefan Güntner (CSU) es noch geschafft, vor der Ausgangsbeschränkung neue Plakate von sich aufzuhängen, um seine Kampagnen für den Schlussspurt zu befördern.

Der CSU-Kandidat fürs Kitzinger Oberbürgermeisteramt, der am Sonntag, 29. März, als einer von zwei Bewerbern in die Stichwahl geht, versucht damit drei persönliche Besonderheiten herauszustellen und die Wähler auf der Zielgeraden von sich zu überzeugen.

Familienmensch, Taktgeber und Kapitän

Zum einen präsentiert sich Günter auf seinen Wahlplakaten als Familienmensch, wie er sagt. Als Vater von drei kleinen Kindern stehe er mitten im Leben und wisse, welche Themen die Familien betreffen und interessieren. Daraus leitet er ab, dass ihm zum Beispiel die Kinderbetreuung in der Stadt Kitzingen besonders wichtig ist.

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"In Kitzingen fehlen rund 200 Krippenplätze und 80 Kindergartenplätze", fasst Güntner, der im Stadtrat sitzt und als Bürgermeister immer wieder den Oberbürgermeister vertritt, den aktuellen Fehlbestand zusammen. "Das wird eine große Herausforderung, ist aber auch eine Pflichtaufgabe der Stadt", stellt er klar.

Sein zweites Profilbild zeigt Güntner derzeit als "Taktgeber" im Fußball. Der 38-Jährige erklärt, dass er in seiner sportlichen Karriere im Fußball fast immer vorangegangen und Mannschaftskapitän gewesen sei. Als Oberbürgermeister wolle er seine "Mannschaft" nicht nur führen, sondern "zum Erfolg führen". Beispielhaft sei dafür auch der "Aufschlag" im Tennis, mit dem Güntner gern bei den Wählern punkten möchte: Der OB-Kandidat sieht die Stichwahl in Kitzingen als Beginn einer neuen Zeit.

Ein dritter Schwerpunkt seiner Wahlkampagne vor dem kommenden Wahlsonntag widmet sich der Innenstadt. Viele private Investoren hätten Geld in die Altstadt gesteckt; nun sei die Stadt an der Reihe, ihren Teil dazu beizutragen, so lautet Güntners Meinung. Besonders die Achse vom Gustav-Adolf-Platz über die Kaiserstraße bis zum Königsplatz liege ihm am Herzen. Dieser Straßenzug besitze "ein großes Potenzial", das durch eine Umgestaltung gehoben werden solle. Erste Konzeptentwürfe hat der Stadtrat schon 2019 vorgestellt bekommen. Seither herrscht jedoch Stillstand.

Güntner hofft auf hohe Wahlbeteiligung

Mit Blick auf die kommende Stichwahl hat Güntner einen Wunsch an die Kitzinger Bürger. Um dem neuen Oberbürgermeister eine entsprechend deutliche Legitimation zukommen zu lassen, hofft er, dass mehr als die Hälfte zur Wahl geht. "Eine Wahlbeteiligung unter 50 Prozent wäre schade", sagt Güntner. Allerdings hat er Hoffnung, weil dieses Mal eine reine Briefwahl durchgeführt wird und somit jeder bequem zu Hause sein Kreuzchen machen könne.

Der CSU-Kandidat hält die Wahl diesmal für besonders intererssant: "Die Kitzinger können zwischen zwei unterschiedlichen Kandidaten in unterschiedlichen Lebenslagen wählen. Das macht es spannend."

Stefan Güntner
Alter: 38 Jahre
Wohnort: Kitzingen
Beruf: Jurist, Verwaltungsangestellter
Partei: CSU
Ehrenämter: Kitzinger Bürgermeister und Stadtrat, Kreisrat, CSU-Ortsvorsitzender, CSU-Kreisvorstandsmitglied
Familie: verheiratet, drei Kinder
Hobbys: Laufen, Schwimmen, Radfahren

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