KITZINGEN

Nur wenige Kitzinger bei der Wahl

(lsl/mey) Zu einer klaren Sache für die amtierende Landrätin wurde die Wahl am Sonntag. Am Ende waren es über 85 Prozent, mit denen Tamara Bischof – allerdings von relativ wenigen Wählern – in ihre dritte Amtszeit geführt wurde.
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Achtungserfolg: Landratskandidat Rafiq Iqbal (45) vor dem Bildschirm im Landratsamt, wo die Wahlergebnisse eintrudelten – auch seine respektablen 14,3 Prozent. Foto: Foto: H. Meyer

(lsl/mey) Zu einer klaren Sache für die amtierende Landrätin wurde die Wahl am Sonntag. Am Ende waren es über 85 Prozent, mit denen Tamara Bischof – allerdings von relativ wenigen Wählern – in ihre dritte Amtszeit geführt wurde.

Vor sechs Jahren lag die Beteiligung jedoch noch tiefer. Beim Alleingang 2008 machten nur 27,5 Prozent der Wähler ihr Kreuzchen. Diesmal war es trotz eines Gegenkandidaten nur magere 38,9 Prozent. Das heißt, von 70 780 Stimmberechtigten sind 27 532 zur Wahl gegangen. Besonders wahlmüde scheinen die Kitzinger zu sein. Nur 29 Prozent fanden in der Großen Kreisstadt den Weg in die Wahllokale.

Die geringe Wahlbeteiligung zeichnete sich in der Stadt schon am Mittag ab. In zwei Wahllokalen der Innenstadt lag die Beteiligung da unter zehn Prozent. Um 16.30 Uhr hatten im Paul-Eber-Haus 220 von 1400 Wähler ihre Stimme abgegeben, das sind unter 20 Prozent. Mit den Briefwählern lag die Beteiligung am Ende unter 30 Prozent. Auch in Markt Einersheim gingen nur 30 Prozent zur Wahl. Anders vor allem im Süden, wo in Willanzheim 50,7 und Martinsheim 50,9 Prozent gezählt wurden.

Ausnahmefall Dettelbach

Ein Ausnahmefall dürfte Dettelbach sein. Dort wurde mit 67,6 Prozent die mit Abstand höchste Wahlbeteiligung registriert, was mit den gleichzeitig stattfindenden Bürgermeisterwahlen zu tun haben dürfte.

Hochburgen

Ein Blick auf die besten Wahlergebnisse der Kandidaten zeigt, dass die Hochburgen des Herausforderers im Süden des Landkreises liegen. Der in Tiefenstockheim wohnende Rafiq Iqbal erreichte in Seinsheim 22,3 Prozent und kam in Obernbreit mit 25 Prozent der Stimmen zu seinem besten Ergebnis. In Marktbreit, wo er lang gelebt hatte, verpasste er nur knapp die 20-Prozent-Marke. Schlecht weg kam der Kandidat von Grünen und Ödp vor allem in Nordheim mit 5,5 und in Abtswind mit 5,9 Prozent, aber auch in Großlangheim blieb er mit 8,1 Prozent wie in Albertshofen mit 9,8 unter der Zehn-Prozent-Marke.

Die Hochburgen der alten und neuen Landrätin liegen dagegen eher im Norden und im Osten. In Nordheim fuhr Bischof mit 94,5 Prozent ihr bestes Ergebnis ein, gefolgt von Abtswind, wo sie auf 94,1 Prozent kam. Aber auch in Großlangheim kam sie über die 90-Prozent-Marke. In ihrer Heimatstadt Dettelbach erreichte Bischof 87,5 Prozent.

Die schwächeren Zahlen kommen aus dem Süden, wo Iqbal punktete. Das schlechteste Ergebnis wurde in Obernbreit mit 75 Prozent gezählt.

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