GEISELWIND

Norma kommt nach Geiselwind

Nach Jahrzehnten des Wartens erhält Geiselwind nun einen Lebensmittelmarkt. Wie Bürgermeister Ernst Nickel in der Sitzung des Gemeinderats am Montagabend mitteilte, erstellt ein Bauträger in der Schlüsselfelder Straße, auf dem Areal gegenüber der Aral-Tankstelle, ein „Einzelhandelsobjekt mit Werbeanlage“, so die offizielle Bezeichnung.
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Platz für den künftigen Supermarkt: Auf dem momentan als Holzlagerfläche genutzten Areal an der Schlüsselfelder Straße soll ein Norma-Markt errichtet werden. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Nach Jahrzehnten des Wartens erhält Geiselwind nun einen Lebensmittelmarkt. Wie Bürgermeister Ernst Nickel in der Sitzung des Gemeinderats am Montagabend mitteilte, erstellt ein Bauträger in der Schlüsselfelder Straße, auf dem Areal gegenüber der Aral-Tankstelle, ein „Einzelhandelsobjekt mit Werbeanlage“, so die offizielle Bezeichnung. Konkret soll dort eine Filiale des Lebensmittel-Discounters Norma entstehen. Außerdem ist ein Fachmarkt vorgesehen, der wohl als Getränkemarkt laufen soll, sowie die Ansiedlung einer Bäckereifiliale.

Die Nutzfläche des Supermarktes soll knapp 1000 Quadratmeter betragen. Für den Fachmarkt sind laut Plan 366 Quadratmeter vorgesehen, die Bäckereifiliale ist mit 107 Quadratmetern eingezeichnet. Konkrete Termine, bis wann mit dem Bau begonnen wird, oder wann eine Eröffnung erfolgen könnte, wurden noch nicht genannt.

„Das ist das erfreulichste Bauvorhaben seit Jahren“, fand Bürgermeister Nickel in der Ratssitzung, zu der insgesamt neun Bauanträge vorlagen. Die Ansiedlung eines Supermarktes sei „ein Wunsch von vielen Bürgern“ gewesen.

Es habe einige Anstrengungen und Verhandlungen gekostet, den Discounter vom Standort Geiselwind zu überzeugen. Der Bürgermeister teilte mit, dass die Lebensmittelkette einen Standort in Ortsnähe favorisierte und nicht raus ins neue Gewerbegebiet Inno-Park wollte. Die neue Gewerbefläche sei dennoch von Bedeutung in der Sache gewesen, so Nickel. Es zeige dem Unternehmen, dass hier in Zukunft etwas entstehen werde.

„Das ist das erfreulichste Bauvorhaben seit Jahren“
Ernst Nickel Geiselwinds Bürgermeister

In der gesamten Angelegenheit hob Nickel das Entgegenkommen der Familie Reinlein hervor, auf deren Grundstück die Gebäude nun entstehen. Zunächst habe man das Grundstück an der so genannten Hummelquelle in Erwägung gezogen, das gegenüber etwa in Verlängerung der Tankstelle liegt. Dieses schied schließlich aus, weil es wegen der dortigen Trinkwasserquelle wohl einige Auflagen und damit Schwierigkeiten für den geplanten Bau gegeben hätte.

Die Gemeinde nahm daraufhin Gespräche mit der Familie Reinlein auf, die auf der gegenüber liegenden Seite ein Sägewerk betreibt. Auf dem dortigen Holzlagerplatz, direkt an der Kreuzung zur Autobahnauffahrt, wird nun gebaut. Man wolle in der Sache keine Zeit verlieren und die Chance ergreifen. Die angrenzenden Nachbarn hätten den Plan bereits unterschrieben, noch in dieser Woche werde alles beim Notar unterzeichnet.

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