Nordheim

Nordheimer Baugebiet bleibt umstritten

Mit 7:6 Stimmen votierten kürzlich die Ratsmitglieder der Gemeinde Nordheim für die Realisierung des neuen Baugebietes "Am Kreuzberg" (wir berichteten). Das knappe Abstimmungsergebnis sorgt seitdem für  Gesprächsstoff  in der Winzergemeinde.
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Nach wie vor beherrschendes Thema in der Gemeinde Nordheim: Das umstrittene Nordheimer Baugebiet "Am Kreuzberg", das am Montagabend wieder zahlreiche Gegner des Projektes in die Ratssitzung lockte. Foto Walter Braun Foto: wabr/Foto Walter Braun

Mit 7:6 Stimmen votierten kürzlich die Ratsmitglieder der Gemeinde Nordheim für die Realisierung des neuen Baugebietes "Am Kreuzberg" (wir berichteten). Das knappe Abstimmungsergebnis sorgt seitdem für  Gesprächsstoff  in der Winzergemeinde.

Und auch am Montagabend war das umstrittene Baugebiet Bestandteil der Sitzung, wenngleich die offizielle Tagesordnung andere Beratungspunkte beinhaltete. Schwerpunktmäßig aber ging es um das Neubaugebiet. Ratsmitglied Ralf Bäuerlein ("Man sollte mit den Betroffenen reden") würde es beispielsweise begrüßen, wenn sich Gemeindevertreter und Mitglieder der Interessengemeinschaft Gegen ein Baugebiet Am Kreuzberg an einen Tisch setzen und über anstehende Probleme diskutieren würden. Auch in Hinblick auf die seitens der Interessengemeinschaft ermittelte  Baulandsituation, die sich gegenüber den Flächen des Bebauungsplanes "Abschnitt 1" der Gemeinde in etwas anderen Zahlen präsentiert.

Mehrmalige Beschlüsse des Rates

"Unser Plan ist der Richtige", betonte Bürgermeister Guido Braun und verwies hierbei auf Flugblätter ("jeder kann eine Stellungnahme abliefern"), die von den Gegnern des Baugebietes kürzlich im Umlauf gebracht wurden. Dietmar Rohmfeld erinnerte an mehrmalige Beschlüsse des Gemeinderates, die mit 11:0 Stimmen pro Umsetzung des neuen Baugebietes  deutlich ausfielen. Noch in der Sitzung aber wurden Stimmen laut, dass zwei Grundstückseigentümer ihre Weinberge im vorgesehenen Baugebiet "Abschnitt 1" nicht verkaufen werden. 

Bürgermeister Braun beendete die Diskussionen schließlich mit dem Hinweis, dass Gegner des Projektes die Möglichkeit hätten, Einsprüche bzw. eine Stellungnahme gegen das Baugebiet zu erheben und einzureichen. Seitens der Gemeinde, so Braun,  wird man alles daran setzen, um das vorgesehene Baugebiet umzusetzen.

Weitere Punkte im Gemeinderat

Positiv standen die Räte der Finanzierungsbeteiligung der Gemeinde Nordheim für das Tierheim in Kitzingen gegenüber. "Wenn sich nicht alle Gemeinden beteiligen, dann wird das Projekt lahm gelegt", sagte Bürgermeister Braun. Laut Beschluss übernimmt die Gemeinde Nordheim zusätzlich zu den laufenden Betriebskosten von derzeit 0,70 Euro pro Einwohner die Tilgungs- und Zinslasten für ein 20-jähriges Darlehen.

Einstimmig sprachen sich die Gemeindevertreter für eine Beteiligung an der Ferienfreizeit des SV/DJK Sommerach in Münchsteinach aus. "Das ist eine Supersache", betonte der Bürgermeister und appellierte an die Räte, "sich beim Zuschussantrag nicht kleinlich zu zeigen". Mit 550 Euro wird diese Ferienfreizeitaktion mit großer Nordheimer Jugend- Beteiligung durch die Gemeinde unterstützt.

Abgesegnet wurde auch die Auftragsvergabe der Beschilderung für den Nordheimer "Erlebnisweinberg". Themeninhalte der Info- Tafeln am Jubiläumsweinberg sind das 1100-jährige Ortsjubiläum und Bilder zu der Veranstaltung sowie die Chronik der Gemeinde Nordheim. Den Auftrag zur Umsetzung der Investition erhielt das Nordheimer Metallbau- Unternehmen Guido Braun, der die Arbeiten zum Angebotspreis von 4080 Euro umsetzen wird.

Bürgermeister Braun informierte über ein Gespräch mit der Flurbereinigungsdirektion am 13. November um 8.30 Uhr im Rathaus in Nordheim, in dessen Rahmen wichtige Maßnahmen der TG (Teilnehmergemeinschaft Nordheim 5) und die damit einhergehenden Zuschüsse zur Sprache kommen werden.

Das Aufstellen der Container im Bereich des Nordheimer Kindergartens hat sich bei der Anlieferung durch einen Unfall auf der Autobahn verzögert, berichtete Bürgermeister Braun. Im Zuge eines Tages der "offenen Tür" soll den Bürgern der vorübergehende Aufenthaltsort der Nordheimer Nachwuchsbürger in Kürze präsentiert werden.

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