Jede Menge Zahlen und Informationen gab es bei der Bürgerversammlung in Nordheim. Zur Einwohnerentwicklung berichtete Bürgermeister Guido Braun, dass man nach 2012 und 2013 mit 981 Bewohnern erneut unter der 1000 Einwohner-Grenze liegt.

Defizit bei der Fähre

Die Einnahmenminderung beim Fährbetrieb begründete er unter anderem mit dem Sommer-Hochwasser im vergangenen Jahr. Ebenfalls wichtig: Durch Reparaturmaßnahmen an der Fähre entstanden Kosten, die auf der Ausgabenseite entsprechend zu Buche schlugen. Und so standen Einnahmen in Höhe von 131 300 Euro Ausgaben in Höhe von 164 000 Euro gegenüber. Das Defizit wird, nachdem das Minus über 5000 Euro liegt, mit 50 Prozent vom Staat bezuschusst, berichtete der Bürgermeister.

„Wir möchten unsere Nachrücker im Gemeinderat nicht mit Schulden ins Rennen schicken“, sagte der Gemeindechef mit Blick auf den Haushalt. Dieser steht 2014 ganz im Zeichen der Konsolidierung und des Schuldenabbaus. So soll die Pro- Kopf-Verschuldung von 917 Euro (2013) auf 343 (Ende 2014) abgebaut werden.

Und dennoch gibt es in der Gemeinde keinen Stillstand. Ins Auge gefasst ist unter anderem die Erweiterung des Wohnmobil-Stellplatzes (115 000 Euro), die Festplatzmodernisierung (80 000), der Zuschuss für das Pfarrheim (58000) und die Investitionen in den Gemeindebauhof (48 000).

Klare Worte des Bürgermeisters

Unter Punkt „Verschiedenes“ gab es einige Kritikpunkte. „Unterlasst bitte das Entzünden von Feuerstellen“, da sei nicht mehr zeitgemäß, sagte der Bürgermeister. Auch die Nachtruhe am Inselstrand, sprich die Belegung an den Inselstrand- Körben am späten Abend wurde angesprochen. Hier ist eventuell ab 22 Uhr eine Sperrung des Inselstrandes angesagt. Lobend erwähnte der Gemeindechef die Entwicklung am Häckselplatz. „Haltet ihn auch weiterhin in einen guten Zustand“, so Braun. Er appellierte an die Bewohner, die Flurstraßen sauber zu halten. Ein weiterer Aufruf ging an die Grundstücksbesitzer im Hochwassergebiet: „Bitte unterlassen Sie hier entsprechende Ablagerungen“, betonte der Gemeindechef.

Mit einem Dank an alle, die sich im Gemeindeleben einbrachten, schloss Braun die Versammlung.