Der Schuldenstand der Gemeinde Nordheim wird sich 2015 aufgrund einer außerordentlichen Tilgung in Höhe von 610 000 Euro erheblich reduzieren. Bürgermeister Guido Braun informierte in der Bürgerversammlung über Zahlen.

Nicht nur die Tilgung sondern auch das sparsame Investitionsprogramm der Gemeinde Nordheim für 2015 sorgt dafür, dass die Pro-Kopf-Verschuldung von zuletzt 571 Euro zum Jahresende auf voraussichtlich 209 Euro abgebaut wird.

Zu den geplanten Vorhaben der Gemeinde: Da ging es zunächst um die Festplatz-Modernisierung, für die 60 000 Euro aufgebracht werden. Jeweils 50 000 Euro sind als Zuschuss für das neue Pfarrheim sowie für die Straßensanierung vorgesehen.

Investiert wird des Weiteren in den Gemeindebauhof und die Kläranlage (jeweils 38 000 Euro), in die Erweiterung des Wohnmobil-Stellplatzes und die Straßen-Planung (jeweils 30 000 Euro) sowie in die Friedhofsplanung (20 000 Euro).

Auf vollen Touren laufen die Vorbereitungen für die 1100-Jahr-Feier der Gemeinde im Jahr 2018. Laut Bürgermeister Braun ist zu Beginn des geschichtsträchtigen Jahres eine größere Auftaktveranstaltung vorgesehen. Darauf folgten monatliche und Wochenendveranstaltungen. Zum Abschluss ist am Jahresende ein Weihnachtskonzert geplant, so der Bürgermeister.

Wieder unter tausend Einwohner

Der Bürgermeister berichtete außerdem über die Einwohnerentwicklung, die sich seit 2011 (1020 Personen) nach unten bewegt. So waren 2014 zum Jahreswechsel 982 Einwohner mit Hauptwohnsitz in Nordheim gemeldet.

Erfreuliches nannte der Bürgermeister in Zusammenhang mit der Mainfähre. Hier wurden besonders Steigerungen bei den Radfahrern sowie bei den Lastwagen registriert. Insgesamt nahmen im zurückliegenden Jahr 200 609 Personen das Fährschiff zwischen Nordheim und Escherndorf in Anspruch. Das waren 40 213 mehr als 2013. Dennoch: Unterm Strich hatte die Gemeinde Nordheim von der schwimmenden Brücke letztendlich etwa 20 000 Euro mehr Ausgaben als Einnahmen.

Auch informierte Bürgermeister Braun über die Verordnung der Reinhaltung von Straßen und wies auf die Bekanntgabe der Hochwasserstände in der Amtstafel hin. Er appellierte an die Dorfbewohner, die Überschwemmungsgebiete sauber zu halten.