KITZINGEN

Nicht nur Großfeuer forderte Wehr

Der Großbrand in Etwashausen, das Feuer im Keller des Altenheims St. Elisabeth sowie zahlreiche Hilfeleistungen und Fehlalarme haben die Kitzinger Feuerwehr 2014 in Atem gehalten. Insgesamt sind die im Gerätehaus in der Landwehrstraße stationierten Aktiven zu 208 Einsätzen ausgerückt. Im Jahr davor hatte die Feuerwehr mit ihren rund 80 Aktiven mit 235 Einsätzen noch mehr zu tun.
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Ende November 2014: Eine dichte Rauchwolke steht über Etwashausen. Von Drehleitern aus bekämpfen Feuerwehrleute den Großbrand. Das Feuer in der ehemaligen Lederfabrik war der größte Einsatz 2014 für die Kitzinger Feuerwehr. Am Ende des Jahres waren es 208.Archiv-FOTO Sebelka

Der Großbrand in Etwashausen, das Feuer im Keller des Altenheims St. Elisabeth sowie zahlreiche Hilfeleistungen und Fehlalarme haben die Kitzinger Feuerwehr 2014 in Atem gehalten. Insgesamt sind die im Gerätehaus in der Landwehrstraße stationierten Aktiven zu 208 Einsätzen ausgerückt. Im Jahr davor hatte die Feuerwehr mit ihren rund 80 Aktiven mit 235 Einsätzen noch mehr zu tun.

In seiner Jahresbilanz hebt Frank Winterstein von der für die Feuerwehr zuständige Abteilung des Kitzinger Rathauses die Einsätze in der Oberen Neuen Gasse in Etwashausen und im Altenheim St. Elisabeth besonders hervor. „Nur durch ein sehr großes Aufgebot von Feuerwehren, Rotem Kreuz, Technischem Hilfswerk und Polizei konnte beim Brand in Etwashausen ein noch größerer Schaden verhindert werden“, so Winterstein. Durch den Einsatz in der ehemaligen Lederfabrik sei die Feuerwehr Ende November für 30 Stunden durch Lösch- und Nachlöscharbeiten gebunden gewesen. Als Ursache wird ein technischer Defekt vermutet, die genaue Schadenshöhe steht nach wie vor nicht fest.

Beim Kellerbrand im Altenheim hat die neu installierte Brandmeldeanlage dazu beigetragen, dass das Feuer schnell erkannt und die Einsatzkräfte schnell vor Ort waren. Weil eine Evakuierung der Bewohner nicht auszuschließen war, sei auch hier ein Großaufgebot der Einsatzkräfte angerückt. Bei beiden Großeinsätzen seien keine Personen zu Schaden gekommen, hebt Winterstein hervor. Das gelte nicht für alle Einsätze.

Problem: Fehlalarme

Wie Winterstein weiter feststellt, habe es sich bei zahlreichen Einsätzen um Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen gehandelt. Die Anlagen könnten zwar frühzeitig Brände erkennen. Sie lösten allerdings auch aus, wenn Wartungsarbeiten unsachgemäß durchgeführt würden oder es bei Handwerkerarbeiten zu Staubentwicklung komme. Ausrücken muss die Feuerwehr dennoch. Die habe bei Alarmierung grundsätzlich von einem Ernstfall auszugehen und müsse sich selbst überzeugen, ob dem so sei oder nicht. Winterstein geht davon aus, dass die Zahl der Fehlarlarme weiter zunehmen werde, da immer mehr Versicherungen in vielen Betrieben den Einbau solcher Anlagen fordern. „Mit der Zahl der Anlagen steigen auch die Möglichkeiten für Fehlalarme“, so der für Sicherheit und Ordnung zuständige Mann im Rathaus.

Den Schwerpunkt des Jahres 2015 sieht Winterstein in der seit Jahren diskutierten und jetzt anlaufenden Umstellung des Funkverkehrs auf digitale Geräte. Er geht davon aus, dass nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausschreibung die Geräte bald bei der Feuerwehr eintreffen. Das dürfte dafür sorgen, dass die große Zahl an Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen auch 2015 nicht geringer werden. Immerhin wird es bei den gesellschaftlichen Ereignissen etwas ruhiger zugehen. Die 150-Jahrfeier und Festkommers und Tag der offenen Tür hatte die Wehr im vergangenen Jahr gefordert.

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