MAINSTOCKHEIM
Asyl

Neugierige vor Asylbewerber-Unterkunft

Am Freitagabend haben sich etwa 100 Personen im Umfeld der Flüchtlingsunterkunft in Mainstockheim (Lkr. Kitzingen) zusammengefunden. Zu Straftaten ist es nicht gekommen.
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Symbolbild Polizei
Symbolbild Polizei Foto: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild)

Am Freitagabend haben sich etwa 100 Personen vorwiegend jüngeren Alters im Umfeld der Flüchtlingsunterkunft  in Mainstockheim (Lkr. Kitzingen) zusammengefunden. Dies bestätigt Polizeisprecher Peter Häusinger. Die Kitzinger Polizei war mit Unterstützung von Beamten der umliegenden Dienststellen vor Ort. Zu Straftaten ist es nicht gekommen.  

In der Nacht zuvor hatten sich dreimal kleinere Gruppen von etwa 20 Menschen - teilweise bewaffnet - vor der Unterkunft versammelt, in der noch 28 Menschen aus dem Kosovo lebten. Dabei hatte die Polizei gröbere Zusammenstöße verhindert. 

Am Freitag, kurz nach 22 Uhr, kamen dann etwa 100 Personen aus Kitzingen, Dettelbach und Mainstockheim im Ortsbereich von Mainstockheim zusammen. Die Personengruppe, die hauptsächlich aus jüngeren Menschen im geschätzten Alter von 17 bis 25 Jahren bestand, stand in den Straßen. Die Polizei war mit mehr als einem Dutzend Streifenwagen vor Ort.
 
Zu fremdenfeindlichen Äußerungen ist es laut Polizeibericht nicht gekommen. Ebenso wenig registrierte die Polizei irgendein strafbares Verhalten. Nach Gesprächen mit dem Polizeieinsatzleiter und auch teilweise ausgesprochenen Platzverweisen löste sich die Menschenmenge nach etwa einer Stunde wieder auf. Personen, die dem rechten Spektrum zuzuordnen sind, waren nach Beobachtungen der Polizei nicht vor Ort. 
 
Wie bereits berichtet , hat die Regierung von Unterfranken vier Asylbewerber der Mainstockheimer Unterkunft, "die in der Vergangenheit in Streitereien verwickelt waren und gegen die auch Ermittlungsverfahren eingeleitet worden sind," in andere Heime außerhalb des Landkreises Kitzingen untergebracht. Vier weitere hatten bereits in der Nacht das Haus verlassen müssen.

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