Prichsenstadt

Neues Zuhause für Vögel, Fledermäuse und Insekten

Wer am Mittwochnachmittag am Bauhof in Prichsenstadt ankommt, hört eine Säge und Hämmer.
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Die Ferienpasskinder und ihre Helfer präsentieren stolz ihre Werke.

Wer am Mittwochnachmittag am Bauhof in Prichsenstadt ankommt, hört eine Säge und Hämmer. An sich nichts besonderes, sollte man meinen – es sind aber Kinder am Werk. Sieben Mädchen und Buben ab 8 Jahren hämmern, was das Zeug hält. Sie nehmen an der Ferienpassaktion „Bau von Nistkästen“ teil. Die Aktion hat Norbert Schneider, Vorsitzender der Ortsgruppe des Bund Naturschutz, organisiert.

Unterschiedliche Häuschen

Es gibt viel zu tun: Jedes Kind baut einen Nistkasten für Meisen und Finken, eine Brutnische für verschiedene Vogelarten, einen Fledermauskasten und ein Insektenhotel. Die Holzstücke haben Helfer vorab zurecht gesägt. Die jungen Handwerker bauen daraus die Unterschlüpfe für die Vögel, Fledermäuse und Insekten. Das ist viel Arbeit, aber die Teilnehmer sind mit Begeisterung am Werk.

Im Gegenteil: „Mir gefällt es, dass ich so viel geschafft habe“, sagt Julia aus Brünnau. Auch ihre Klassenkameradin Lena findet es gut, dass sie so viel bauen kann. „Es ist aber auch anstrengend.“ Der neunjährige Nico aus Kirchschönbach lässt sich von der Anstrengung nicht viel anmerken. Er holt sich immer wieder neue Teile. „Ich habe daheim schon mit Holz gearbeitet.“ Lernen kann er aber trotzdem etwas und zwar „wie man die Schräge vom Dach baut“.

Wohin mit den Nistkästen?

Ihre Bauwerke dürfen die Kinder selbstverständlich mit nach Hause nehmen. Zuvor wurde den fleißigen Handwerkern erklärt, wo und wie sie ihre Häuschen anbringen sollen. Das Einflugloch der Nistkästen soll zum Beispiel nach Südosten ausgerichtet werden.

Die Ferienpassaktion fand in Prichsenstadt zum ersten Mal statt. Am Anfang gab es ein kleines Natur- und Heimatquiz. Norbert Schneider sorgte für das nötige Baumaterial. Die Kinder brachten das Werkzeug selbst mit: einen Hammer und eine Zange.



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