KITZINGEN

Neues Konzept für den Weihnachtsmarkt

Nach einer dreijährigen Versuchsphase mit unterschiedlichen Standorten und Öffnungszeiten wird der Kitzinger Weihnachtsmarkt auf neue Beine gestellt. „Kitzingen leuchtet“ bleibt das Motto. Der Marktturm als größte Adventskerze Bayerns ist weiter ebenso Bestandteil wie Logo und Gestaltung.
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Marktplatz als weihnachtlicher Treffpunkt: Auch wenn es warm war und weihnachtliche Stimmung nicht so richtig aufkommen wollte – wo die Kitzinger feiern wollen, wurde am Heiligen Abend 2012 deutlich. Da trafen sich Hunderte spontan auf dem Marktplatz. Der soll nach dem neuen Konzept des Stadtmarketing-Vereins in den nächsten Jahren während der gesamten Adventszeit zum Treffpunkt werden. Foto: Foto: Ralf Weiskopf

Nach einer dreijährigen Versuchsphase mit unterschiedlichen Standorten und Öffnungszeiten wird der  Kitzinger Weihnachtsmarkt  auf neue Beine gestellt. „Kitzingen leuchtet“ bleibt das Motto.

Der Marktturm als größte Adventskerze Bayerns ist weiter ebenso Bestandteil wie Logo und Gestaltung. Ansonsten sieht das neue Konzept des Stadtmarketing-Vereins einige Veränderungen vor.

Knackpunkt: Der Marktplatz rückt als Treffpunkt für die gesamte Adventszeit in den Mittelpunkt. Das Angebot wird ausschließlich kulinarisch sein. Ein Treffpunkt bei Glühwein und Bratwurst ist geplant.

Der eigentliche Weihnachtsmarkt findet nur noch an einem Wochenende statt. Nach dem Motto „Drei Tage, drei Plätze“ könnte der am dritten Adventswochenende auf dem Marktplatz, der Kaiserstraße und dem Platz der Partnerstädte stattfinden. „Der Vertrauensbeweis ist eindeutig“, sagte Oberbürgermeister Siegfried Müller am Donnerstag, nachdem Claudia Biebl vom Marketing-Verein das Konzept vorgestellt und der Finanzausschuss einstimmig Ja gesagt hatte.

Der Stadtmarketing-Verein hat seit 2010 den Weihnachtsmarkt in verschiedenen Varianten durchgeführt, Bilanz gezogen und Schwächen erkannt. Wie Biebl sagte, sei zwar die Dekoration gelobt worden, aber: „Die Kitzinger haben den Platz der Partnerstädte als Alternative vom Marktplatz nicht akzeptiert.“ Die Besucherzahlen blieben hinter den Erwartungen.

Der Standort war nicht der einzige Ansatzpunkt. Kritisiert worden war die Größe des Marktes, die Dauer und/oder die Öffnungszeiten. Es sei schwieriger geworden, dem Anspruch nach hochwertigen Verkaufsständen gerecht zu werden, da die Aussteller zu wenig Umsatz gemacht haben. Zudem habe es Kitzingen mit attraktiven Märkten in der Umgebung zu tun. Diese Aspekte haben die Organisatoren veranlasst, „alles noch einmal auf den Kopf zu stellen“, sagte Biebl. Heraus gekommen ist das Konzept, dessen Grundzüge Biebl erläuterte.

Die kamen im Ausschuss gut an. „Die Idee, die beiden Plätze mit der Kaiserstraße zu verbinden, ist der richtige Weg“, sagte der OB. „Toll“ fand Rosemarie Richter (UsW) die Einbindung der Kaiserstraße. „Bratwurst und Glühwein sind nun mal die wichtigsten Dinge auf einem Weihnachtsmarkt“, sagte Birgitte Endres-Paul (SPD) und begrüßte die Idee des „Genussmarktes“ auf dem Marktplatz. Sie forderte wie andere Stadträte, die Geschäftsleute im Markt mit einzubeziehen. Andreas Moser (CSU) zog „den Hut vor dem Mut“ des Stadtmarketing-Vereins das Thema weiter zu verfolgen. „Man hat aus der Praxis gelernt“, so Moser und sei auf einem guten Weg.

Das sahen alle so. Der Auftrag für die nächsten drei Jahre ging ohne Gegenstimme an den Verein. Stimmt der Stadtrat zu, kann der Verein seine Ideen zu den gleichen Bedingungen wie bisher bis 2015 umsetzen.

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