Geiselwind

Neues Feuerwehrhaus: Hackschnitzel zum Heizen gewählt

Der Geiselwinder Gemeinderat hat sich beim Neubau des Feuerwehrhauses samt Bauhof nun doch für eine Heizung mit Hackschnitzel entschieden.
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Seit 2011 heizt das Krankenhaus Lohr mit Hackschnitzeln (Symbolfoto). Foto: Thomas Obermeier

Der Geiselwinder Gemeinderat hat sich beim Neubau des Feuerwehrhauses samt Bauhof nun doch für eine Heizung mit Hackschnitzel entschieden. In der Sitzung des Gemeinderats am Montag votierten die Räte für diese Lösung, nachdem Bürgermeister Ernst Nickel und Verwaltungsleiter Wilfried Hack die Möglichkeiten gegenüber gestellt hatten.

Gleichzeitig lässt die Gemeinde eine Kombination prüfen, ob zusätzlich auch mit Pellets geheizt werden kann. Zunächst hatten die Planer des Projekts, das insgesamt auf rund 3,3 Millionen Euro geschätzt wird, aus Kostengründen für eine Heizung ausschließlich mit Pellets plädiert. Dem hielt Ratsmitglied Philipp Rost entgegen, dass die Gemeinde selbst über viel Holz verfüge und er diese Art nicht nur wegen der kurzen Wege für sinnvoller halte. Dazu würden jedoch größere Lagermöglichkeiten gebraucht, außerdem sei auch der Aufwand mit Überwachung und Wartung höher, hieß es noch im September.

Forstbetriebsgemeinschaft hat ein gutes Angebot gemacht

Bürgermeister Nickel und die Verwaltung sagten aber zu, das Ganze zu prüfen, was nun geschehen ist. Dabei stellte sich ein kombiniertes Angebot als vorteilhaft heraus, das die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Kitzingen der Kommune machte. Die Gemeinschaft bot an, die Hackschnitzel 25 Jahre lang für einen Preis von 25,50 Euro pro Kubikmeter zu liefern. Eine extra  Lagerhalle sei dazu in Geiselwind nicht notwendig. Die FBG verfüge über Lagerraum auf dem Gemeindegebiet, bei Bedarf würde das Holz in relativ kurzer Zeit feuerfertig geliefert.

Gleichzeitig verpflichtet sich die FBG, das Fichten- und Kiefernholz für die Gewinnung der Hackschnitzel aus dem Gemeindewald "mindestens zu den jeweils marktüblichen Preisen abzunehmen."

Die Räte stimmten einhellig für die Variante mit der Forstbetriebegemeinschaft. Das Holz habe man vor der Haustüre, bei Pellets wisse man nicht, wie sich der Preis künftig entwickle, wenn etwa in wenigen Jahren Ölheizungen verboten werden, hieß es. Zudem spreche der regionale Vorteil für sich, sagte Verwaltungsleiter Hack. "Das ist eine gute Lösung", fand er. Für die neuen Gebäude wurde ein Heizbedarf von 9600 Kilowattstunden pro Jahr errechnet. Etwa 21 Tonnen Pellets würden verbraucht, bei Hackschnitzel sind es rund 25 Tonnen.

Anlässlich des Neubaus von  Feuerwehrhaus und Bauhof lässt die Gemeinde außerdem ein Gutachten zur Untersuchung des Baugrunds erstellen, bei dem auch mögliche Schadstoffe geprüft werden. Darin ist auch die Untersuchung des Abrissmaterials inbegriffen. Das Gutachten wurde zum Preis von insgesamt 9768 Euro brutto an das GMP-Institut Geotechnik in Würzburg vergeben.

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