Kitzingen

Neues Baugebiet nimmt die nächste Hürde

Bei den meisten Entscheidungen im Kitzinger Stadtrat herrscht Konsens unter den Räten. Es gab viel abzuarbeiten.
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Zahlreiche Entscheidungen hatte der Kitzinger Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstagabend zu treffen. Sicherheit im städtischen Datenaustausch spielte im Vortrag von Sachgebietsleiter Wolfgang Zürrlein und seinem Mitarbeiter Christian Stark von der IT-Abteilung die wichtigste Rolle. Ihrem Vorschlag, die Außenstellen mit einem Glasfaserkabel an die zentralen Server im Rathaus anzubinden, befürwortete das Gremium einstimmig.

Feuerwehr: Es bleibt bei einem Stellvertreter

Eine Entscheidung treffen musste der Stadtrat über die Anzahl der stellvertretenden Kommandanten bei der Freiwilligen Feuerwehr. Der am 16. Oktober gefasste Beschluss, der diese Entscheidung der Feuerwehr übertrug, ein oder zwei Stellvertreter zu ernennen, war nicht zulässig. Dieser Beschluss wurde aufgehoben. Nachdem sich die Mehrheit gegen die Wahl von zwei Stellvertretern aussprach (7:19), besteht die bisherige Regelung mit einem Stellvertreter weiter.

Deusterpark-Halle im April fertig

Der Auftrag für den Sportboden in der Zweifeldschulsporthalle im Deusterpark erhielt die Firma Wilms aus Wiesentheid. Bei der wirtschaftlichsten Offerte lag die Angebotssumme mit rund 113 700 Euro knapp unter den berechneten Kosten. Die Ausstattung an Sportgeräten wurde an die Firma Gotthilf Benz Turngerätefabrik aus Winnenden vergeben. Jedoch lag das einzige Angebot mit 113 600 Euro um rund ein Drittel über den ermittelten Kosten. Die Fertigstellung der Sporthalle einschließlich der Inbetriebnahme ist für April nächsten Jahres geplant.

Zudem stimmte der Rat der Anschaffung eines neuen Großflächensichelmähers zu, da der bisherige Mäher nach zahlreichen Reparaturen nicht mehr instandgesetzt werden kann. Um noch in diesem Jahr den Auftrag vergeben und den Mäher im nächsten März in Empfang nehmen zu können, war es notwendig, die für nächstes Jahr geplante Ersatzbeschaffung früher anzugehen.

Neue Trainingshalle

Grundsätzlich äußerte der Rat sein Einverständnis mit der Planung, die Sickergrundhalle im Zuge der Generalsanierung um eine zusätzliche Trainingshalle zu erweitern. Diese könnte rund 1,5 Millionen Euro kosten. Da allerdings zu viele offene Frage bezüglich einer möglichen Nutzung bestanden, einigte sich der Rat darauf, diese bis Februar zu klären und erst dann zu entscheiden, ob die zusätzliche Halle tatsächlich entstehen soll. Bis dorthin möchte das Bauamt einen genauen Plan und die Kosten für die Sanierung der Dreifachsporthalle vorstellen. Beschlossen wurde zudem die Gebührensatzung für den Kunstrasenplatz im Sportzentrum Sickergrund.

Gräber in Süd-Ost-Ausrichtung

Aufgrund eines bestehenden Bodendenkmals auf der Erweiterungsfläche zum Neuen Friedhof folgte der Stadtrat einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung, die Ausweisung eines Grabfeldes für muslimische Bestattungen nicht mehr zu verfolgen. Stattdessen werden die dort freien Grabstellen daraufhin geprüft, ob diese zumindest der bei einer muslimischen Bestattung erforderlichen Süd-Ost-Ausrichtung entsprechen.

Zweiter Anlauf für Baugebiet

Einstimmig gebilligt wurde im zweiten Anlauf der geänderte Entwurf des Bebauungsplans „Südlicher Hammerstielweg“. Im Mai hatte der Verwaltungs- und Bauausschuss diesen Beschluss wegen der vorliegenden Stellungnahme eines an das Gebiet angrenzenden Eigentümers zweier Flurstücke noch nicht gefasst. Er hatte sich dagegen gewandt, dass seine beiden Grundstücke nicht in den Bebauungsplan aufgenommen wurden. Einer Ungleichbehandlung widersprach die Stadt, die zuvor erfolglos versucht hatte, die Flächen zu erwerben.

Nach der Billigung werden die Unterlagen zur Beteiligung der Öffentlichkeit erneut einen Monat lang ausgelegt. Den Baubeginn der Straßen im neuen Baugebiet strebt die Verwaltung im Frühjahr des nächsten Jahres an.



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