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Nordheim

Neues Baugebiet in Nordheim wird auf Eis gelegt

Ein in den letzten Wochen und Monaten heiß diskutiertes Thema in Nordheim sorgte am Montagabend in der Ratssitzung erneut für rekordverdächtige Zuhörerzahlen. Zirka 50 Männer und Frauen füllten den Sitzungsraum und wollten bei der Entscheidung über die Zukunft  des Baugebietes "Am Kreuzberg 1" Diskussionsbeiträge mit einbringen.
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Zunächst einmal auf Eis gelegt wurde die Umsetzung des doch recht umstrittenen Baugebietes "Am Kreuzberg 1" in Nordheim. Mittlerweile sind es vier Grundstücksbesitzer, die sich gegen eine Veräußerung ihres Grundstücks im Baugebiet aussprechen. Foto: Martha Braun

Ein in den letzten Wochen und Monaten heiß diskutiertes Thema in Nordheim sorgte am Montagabend in der Ratssitzung erneut für rekordverdächtige Zuhörerzahlen. Zirka 50 Männer und Frauen füllten den Sitzungsraum und wollten bei der Entscheidung über die Zukunft  des Baugebietes "Am Kreuzberg 1" Diskussionsbeiträge mit einbringen.

Eigentlich war ja alles bereits beschlossene Sache. So votierten die Ratsmitglieder in ihrer Sitzung am 2. September 2019 mit 7:6 Stimmen für die Realisierung des eingangs erwähnten Baugebietes. Das knappe Abstimmungsergebnis sorgte seitdem aber für  Gesprächsstoff in der Winzergemeinde. Zumal laut dem Leiter des Vermessungsamtes Kitzingen/Würzburg, Emil Fischer, das Ziel der Gemeinde, die Hälfte der 29 094 Quadratmeter großen Umlegungsmasse erwerben zu wollen, nicht erreicht wurde.

Vier Besitzer wollen ihre Grundstücke nicht verkaufen

Dass nicht alle Ortsbewohner Nordheims Befürworter des neuen Baugebietes sind, hatte sich bereits in einer Sitzung  im April 2019 abgezeichnet. Schon seinerzeit sprachen sich zwei Besitzer mit einer größeren Fläche gegen eine Veräußerung aus, ein Grundstückseigentümer ließ sich sogar anwaltlich vertreten. Mittlerweile sind es vier Grundstücksbesitzer im geplanten Baugebiet "Am Kreuzberg 1", die auf keinem Fall ihren Besitz veräußern werden und dies mit Plakaten in den Weinbergen auch sichtlich dokumentieren. "Früher hatten wir nicht so viele Widersprüche", betonte Braun und untermauerte damit das schwierige Unterfangen.

In der Sitzung am Montagabend erinnerte Bürgermeister Guido Braun noch einmal an die Dringlichkeit der Ausweisung eines Baugebietes. "Die Gemeinde braucht Bauland, die Nachfrage nach Bauplätzen ist nach wie vor sehr groß", so der Gemeindechef. Er erinnerte an zahlreiche Gespräche mit Grundstücksbesitzern im möglichen Neubaugebiet: "Ich brauche meinen Bauplatz nicht zu verkaufen", war nicht selten die Antwort.

Ortsausdehnung nach Westen ist nicht möglich

Eine Alternative zum geplanten Baugebiet am südlichen Bereich des Ortsrandes oberhalb der Schlammmauer gibt es nicht, da die Weiterentwicklung in Richtung Westen aus Gründen des Hochwasserschutzes nicht möglich ist.

Dritter Bürgermeister Bernhard Fiehl plädierte schließlich für die Weiterverfolgung des geplanten Baugebietes, aber, man sollte diese Baumaßnahme erst in fünf bis 10 Jahren umsetzen. Bis zu diesem Zeitpunkt, so Fiehl, haben sich die Gegebenheiten geändert. Ein Ansinnen, das im Ratsgremium nach weiteren Diskussionen befürwortet wurde. Somit wird das Nordheimer Baugebiet "Am Kreuzberg 1" zunächst einmal auf Eis gelegt.

Bürgermeister Braun informierte schließlich über Straßenbauarbeiten in der Langgasse, die ab kommenden Montag, 10. Februar, fortgesetzt werden. Der Sanierungsabschnitt ist zwischen Kaltenhofstraße und Schulgasse, teilte der Gemeindechef mit.  

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