Wiesentheid

Neuer Brunnen: Wasserschutzgebiet verschiebt sich

Der neu gefasste Brunnen für Trinkwasser zwischen Wiesentheid und Untersambach beschäftigte den Wiesentheider Gemeinderat.
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Symbolfoto: Trinkwasser.   Foto: Daniel Reinhardt, dpa

Der neu gefasste Brunnen für Trinkwasser zwischen Wiesentheid und Untersambach beschäftigte den Wiesentheider Gemeinderat. In der Sitzung trug Heike Kraus vom Fachbüro Baur Consult den Stand der Gemeinde vor. Derzeit werde wegen der neuen Quelle eine neue Trinkwasserverordnung erstellt, die von den jeweiligen Behörden geprüft wird. Noch sind einige Stellungnahmen abzuwarten, sagte Kraus.

Eine der bisherigen Brunnen, der seit 1960 bestand, wurde stillgelegt. Unweit der Stelle bohrte die Gemeinde als Ersatz einen neuen, der eine Tiefe von 21 Meter hat. Die Schüttung betrage drei Liter pro Sekunde, die Fördermenge reiche aus, bis zu 60 000 Kubikmeter pro Jahr werden entnommen. Die Werte für Eisen und Mangan liegen relativ hoch, so Kraus, das könne man jedoch kompensieren. Mit dem Brunnen deckt die Kommune einen Teil ihres Trinkwasserverbrauchs, der Rest wird über Fernwasser bezogen.

Wasser kommt eher aus Richtung Geesdorf

Nach den Untersuchungen hat sich das Schutzgebiet um die Quelle etwas verändert. Es verschob sich ein Stück nach Nordosten, weil die Fließrichtung des Wassers eher aus Richtung Untersambach/Geesdorf komme. Zuvor hatte man angenommen, dass die Quellen mehr aus Richtung Abtswind gespeist würden. Mit dem Schutzgebiet der angrenzenden Gemeinde Abtswind gebe es keine Überlappungen, so Heike Kraus. Die Gemeinde müsse nun abwarten, bis die neue Verordnung den Lauf durch die Behörden hinter sich habe.

Außerdem wurde in der Ratssitzung das Hochwasserkonzept vorgestellt, das die Gemeinschaft der Dorfschätze in Auftrag gegeben hat. Dazu ging das zuständige Büro BGS aus Darmstadt speziell auf Wiesentheid ein. Verschiedene Vorschläge werden noch geprüft. Ansonsten zeigte sich das Gremium mit den Plänen einverstanden. Die Unterlagen werden nun bei den Behörden eingereicht, dann entscheidet sich die Höhe der Förderung – und es wird festgelegt, welche und wo Verbesserungen vorgenommen werden.

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