MAINBERNHEIM

Neuer Belag für den Holzgraben

„Buckelpiste“ ist für den Weg vom Unteren Tor bis zum evangelischen Gemeindehaus in Mainbernheim schon fast eine Beschönigung. Schon seit Jahren ist die Bodendecke rissig und wurde immer wieder geflickt. Dass hier etwas geschehen muss, da waren sich Bürgermeister Peter Kraus und die Anlieger bei einer Versammlung am 8. Dezember schnell einig. Kraus informierte nun die Mainbernheimer Stadträte über das weitere Vorgehen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Mainbernheim
Ortsschild Mainbernheim (Symbolbild) Foto: Franziska Strobl

„Buckelpiste“ ist für den Weg vom Unteren Tor bis zum evangelischen Gemeindehaus in Mainbernheim schon fast eine Beschönigung. Schon seit Jahren ist die Bodendecke rissig und wurde immer wieder geflickt. Dass hier etwas geschehen muss, da waren sich Bürgermeister Peter Kraus und die Anlieger bei einer Versammlung am 8. Dezember schnell einig. Kraus informierte nun die Mainbernheimer Stadträte über das weitere Vorgehen.

Neben der Fahrbahndecke soll auch die Wasserleitung mit gemacht werden. Die Gasleitung sei in Ordnung. Das Ingenieur-Büro Röschert wird die Planung vornehmen und detaillierte Unterlagen vorlegen. Zunächst muss die Ausbautrasse von der Kitzinger Straße, von wo aus der Weg in den Holzgraben mündet, vermessen werden. Da zum 1. Januar eine Satzung über die Erhebung von Beiträgen zur Deckung des Aufwands in Kraft tritt, werden die Anleger etwa die Hälfte der Kosten tragen müssen.

Die Verwaltung wird einen Zuwendungsantrag bei der Städtebauförderung einreichen. Bürgermeister Kraus schlug vor, dies auch gleich für den angrenzenden Weg zwischen dem städtischen Anwesen Gundel und dem evangelischen Gemeindehaus zu tun. Zwar könnten hier keine Anliegerbeiträge erhoben werden, jedoch seien die Kosten voll förderfähig.

Da die Stadt Mainbernheim davon ausgeht, auch im nächsten Jahr als „Härtefall“ eine Quote von 80 Prozent zu erhalten, ist der Ausbau quasi ein Schnäppchen.

Weiterer Themen

• Für den „offenen Ganztag“ an der Grundschule in Mainbernheim trägt der Schulverband Mainbernheim/Rödelsee rund 16 500 Euro für die drei Gruppen. Dazu kommt noch der Aufwand für Raum-, Betriebs- und Reinigungskosten sowie für die Betreuung, was sich derzeit auf 37 800 Euro beläuft. Diese teilen sich die Gemeinden Mainbernheim und Rödelsee anteilig der Schülerzahlen.

Auch wenn der Rat einhellig der Meinung war, dass die Stadt großzügig für die Nachmittagsbetreuung der Schüler sei, mischten sich auch kritische Töne in den Diskurs: Uta Wandera (SPD-Fraktion) bemängelte, dass man hierdurch auch die Bequemlichkeit mancher Eltern unterstütze, ihre Kinder nachmittags nicht zuhause zu betreuen. Bürgermeister Kraus entgegnete, dass auf manche Kinder zuhause vielleicht am Nachmittag nur der Fernseher warten würde. Rund 3000 Euro werden im kommenden Jahr in die Computerausstattung, etwa 4000 Euro in das Mobiliar für die „Mensa“ der Ganztagesbetreuung gesteckt.

• Mainbernheimer Kinder können im nächsten Sommer an der Ferienpassaktion der VG Iphofen teilnehmen. Im Gegenzug sollen die Mainbernheimer Vereine und Organisationen jedoch auch eigene Angebote schaffen.

• 73 von 234 angeschriebenen Gebäudeeigentümern haben an einer Beratung im Zuge der „Energiekarawane“ teilgenommen, bei der Energieberater des Landratsamtes kostenlos über Einsparpotenziale und weiteres informierten. Laut Bürgermeister Kraus eine Zahl, die deutlich höher sei als vor zwei Jahren, als die „Karawane“ erstmals durch Mainbernheim zog.

• Die Steuerkraft der Stadt Mainbernheim ist um rund 300 000 Euro auf 1,3 Millionen Euro gestiegen. Die Umlagekraft (Summe aus Steuerkraft und Schlüsselzuweisungen) steigt um 600 000 Euro auf 1,9 Millionen Euro. Daher fallen dann die Schlüsselzuweisungen im Jahr 2016 um rund 100 000 Euro geringer aus. Trotzdem stehen der Kommune mit 1,54 Millionen Euro weitaus höhere Haushaltsmittel als in den vergangenen Jahren zur Verfügung. Wermutstropfen: Da die Finanzraft pro Kopf neun Euro über den landesweit durchschnittlichen 398 Euro liegt, kommt die Stadt nicht mehr in den Genuss des Kommunalinvestitionsförderprogramms.

• CSU-Stadtrat und Feuerwehrkommandant Christian Zimmermann hat dem Gremium ein Angebot für eine Wärmebildkamera vorgelegt, das sich auf 6545 Euro beläuft. Bis zum 31. Dezember 2016 würde das Innenministerium den Kauf solcher Kameras mit 2750 Euro fördern, weshalb Zimmermann neben der Notwendigkeit einer solchen Anschaffung für die Mainbernheimer Wehr auch auf die Gunst der Stunde hinwies. Die Räte waren sich einig, dass die Beschaffung im Haushaltsplan 2016 berücksichtigt werden soll, aber noch weitere Angebote eingeholt werden sollten.

• Eugen Reifenscheid (SPD) regte an, die Schlaglöcher in der Fahrbahn der Kitzinger Straße so schnell wie möglich zu beseitigen.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.